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Strahlungsarme Kommuni­kations­techno­logien

Beratung und Auskunft zum Thema Funktechnologien und Umwelt

Fünf geschulte Swisscom Mitarbeitende beraten Personen, die am Bau und Betrieb von Mobilfunknetzen mitwirken. Sie beraten ferner Anspruchsgruppen, die allgemeine Auskünfte zum Thema Funktechnologien, Umwelt und Gesundheit wünschen. Swisscom hat im Berichtsjahr rund 170 Gespräche mit den wichtigsten Anspruchsgruppen zu den Themen Mobilfunk und Umwelt geführt. Diese Gespräche werden in der Regel durch lokale Projekte angeregt. Noch im Vorjahr sind gut 530 Gespräche erfolgt. Der markante Rückgang an Gesprächen ist eine Folge davon, dass Swisscom erstens aus Ressourcengründen bei lokalen Mobilfunkprojekten nur noch reaktiv in den Dialog eintritt und zweitens die Kontroverse rund um Mobilfunk und Umwelt allgemein an Heftigkeit verloren hat.

Um den Mobilfunk im Dialog mit den Gemeinden auszubauen und neue Mobilfunkstandorte zu bestimmen, hat Swisscom gemeinsam mit der Branche ein freiwilliges Partizipationsverfahren zur Bestimmung von neuen Mobilfunkstandorten entwickelt. Swisscom hat dieses sogenannte Dialog­modell bereits in mehreren Kantonen eingeführt. Zudem pflegt sie den regelmässigen Austausch mit Umweltfachstellen, um die Umweltauflagen für den Mobilfunk jederzeit korrekt umzusetzen. Dank des Dialogmodells kann Swisscom Mobilfunkstandorte realisieren, die gleichermassen den eigenen Ansprüchen wie den Vorstellungen der Gemeindeverantwortlichen und Einwohner Rechnung tragen. So hat Swisscom in der Gemeinde Kriens (Kanton Luzern) einen Mobilfunkstandort auf dem Feuerwehrlokal realisiert, der einerseits funktechnisch gut liegt, andererseits in der Gemeinde­öffentlichkeit allgemeine Akzeptanz geniesst. In Kerns (Kanton Obwalden) war Swisscom nach Auslaufen eines Vertrags mit einem Standortgeber gezwungen, einen neuen Standort für die Mobilfunkantenne zu finden. Gemeinde und Kirchgemeinde gestatteten es Swisscom, eine Mobilfunkantenne im Kirchturm zu platzieren.

Forschung und Entwicklung im Bereich elektromagnetischer Felder

­Der Betrieb von Funknetzen bringt eine grosse Verantwortung mit sich. Swisscom verfolgt daher den wissenschaftlichen Fortschritt im Bereich elektromagnetischer Felder. Sie arbeitet mit internen und externen Spezialisten zusammen, die Forschungsresultate analysieren und relevante wissenschaftliche Arbeiten unterstützen.

So kooperiert Swisscom mit der an der ETH Zürich ansässigen Forschungsstiftung Strom und Mobilkommunikation (FSM) und unterstützt diese finanziell. Die FSM verfolgt und inter­pretiert kontinuierlich die Forschungsergebnisse, die zu Auswirkungen von elektromagnetischen Feldern auf Organismen und zur Messung von Immissionen publiziert werden.

Die Wissenschaft erachtet die gültigen Grenzwerte für elektromagnetische Felder nach aktuellem Kenntnisstand als sicher. Weitere Informationen finden sich auf den Faktenblättern Nr. 193 und Nr. 304 der Weltgesundheitsorganisation WHO.

Siehe unter www.swisscom.ch/​strahlung

Zertifizierung des Qualitätssicherungssystems für die Einhaltung der NISV-Grenzwerte

Swisscom ist verpflichtet, bei ihren Mobilfunkbasisstationen ein Qualitätssicherungssystem (QSS) zu betreiben. Dieses gewährleistet, dass die in Betrieb stehenden Anlagen die gesetzlichen Grenz­werte dauerhaft einhalten. In den vergangenen Jahren hat Swisscom ihr QSS nach der ISO-Norm 15504 zertifizieren lassen. Diese Norm wird nun aber schrittweise durch die Norm ISO 33002:2015 ersetzt. Für die Erstzertifizierung ihres QS-Systems hat Swisscom deshalb schon im Berichtsjahr eine Umstellung auf die ISO-Norm 33002:2015 vorgenommen. Im November 2016 sind ein Assessment und ein Überwachungsaudit des QSS nach ISO-Norm 33002:2015 durch einen von der Société Générale de Surveillance (SGS) befugten, externen Assessor erfolgt. Swisscom hat die Prüfung mit der Fähigkeitsstufe 3 (gut) von maximal fünf Stufen bestanden. Dieses Ergebnis bescheinigt, dass Swisscom beim Betrieb ihrer Mobilfunkbasisstationen alle relevanten Prozesse zur Einhaltung der Grenzwerte beachtet.

Einhaltung der NISV-Grenzwerte

In der Schweiz ist die rechtliche Verpflichtung, die Emissionen von Mobilfunkanlagen zu begrenzen, in der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) festgelegt. Die NISV schützt Menschen vor schädlicher oder lästiger nichtionisierender Strahlung. Sie gilt für den Betrieb von ortsfesten Anlagen, die elektrische und magnetische Felder mit Frequenzen von 0 Hz bis 300 GHz emittieren. Die NISV-Grenzwerte liegen zehnmal tiefer als die Grenzwerte in den meisten anderen Staaten. Swisscom hat 2016 alle bundesrechtlichen Vorgaben hinsichtlich der NISV erfüllt. Die zuständigen kantonalen Fachstellen können die Einhaltung der Grenzwerte nach NISV jederzeit stichprobenartig und unabhängig prüfen. Von dieser Möglichkeit haben im Berichtsjahr sechs Kantone Gebrauch gemacht. Die Kontrollen ergaben, dass alle geprüften Anlagen die gesetzlichen Vorgaben einhalten. Bei 29 geprüften Anlagen wurden lediglich fünf kleine beziehungsweise formelle Fehler festgestellt, die für die Immissionen der Anlagen nicht relevant waren.

Informationspflicht zu den in den Verkaufsstellen angebotenen Geräten

Bei allen angebotenen und ausgestellten Geräten weist Swisscom den Verkaufspreis klar aus, wie es die Preisbekanntgabe­verordnung (PBV) vorschreibt. Relevante technische Daten zu den Produkten ergänzen die Deklaration. Zudem finden Kunden und Interessierte in den Swisscom Verkaufsstellen und auf der Website Angaben zu den Strahlungswerten der erhältlichen Mobilfunkgeräte (so­genannte SAR-Werte). Hierfür besteht keine gesetzliche Verpflichtung. Swisscom entspricht mit dieser Information vielmehr dem Kundenbedürfnis, bei der Auswahl eines Geräts den entsprechenden Strahlungswert zu kennen. Alle von Swisscom angebotenen Mobilfunktelefone halten den Grenzwert von 2 W/kg gemäss den Empfehlungen der WHO ein. 52% liegen unter 0,8 W/kg (Vorjahr 75%), 43% unterschreiten sogar 0,6 W/kg (Vorjahr 41%, Stand Dezember).