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Managementansätze

Vorsorgeprinzip

­Swisscom arbeitet nachhaltig. Sie verringert Umweltrisiken, Geschäftsrisiken und soziale Risiken mithilfe von etablierten Managementsystemen und -ansätzen. Konzernvorgaben und -weisungen stellen sicher, dass die Anforderungen an die Corporate Responsibility im Betrieb oder bei Projekten berücksichtigt werden. Ein wichtiger Bestandteil des von Swisscom gepflegten Vorsorgeprinzips ist darüber hinaus die Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeitenden; so etwa durch ein eigenes Programm, das Mitarbeitende auf Fragen der Nachhaltigkeit bei Swisscom einstimmt.

Die Managementsysteme folgen den internationalen ISO-Standards. Externe Audits bestätigen mittels eines Zertifikats die Einhaltung der folgenden Normforderungen:

  • 9001 Qualitätsmanagement
  • 14001 Umweltmanagement
  • 14064 Richtlinie zum Swisscom Treibhausgasinventar
  • 20000 IT-Service-Management
  • 27001 Informationssicherheit-Management-System
  • 33002 Information Technology – Process Assessment

Im Bereich der elektromagnetischen Felder bei Kommuni­kations­techno­logien – so besonders beim Mobilfunk – verfügt Swisscom über ein zertifiziertes Qualitätssicherungssystem (QSS). Dieses System dient dazu, die in der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung fest­gelegten Grenzwerte (NISV-Grenzwerte) einzuhalten. Im Rahmen des operativen Risiko- und Sicherheitsmanagements setzt Swisscom präventive Massnahmen um.

Managementansätze und wesentliche Themen

Swisscom verfügt über Managementansätze für diejenigen Themen, die in der Wesentlichkeits­matrix aufgeführt sind. Es gelten unter anderem die folgenden Vorgaben für die Themen der Matrix im Quadranten rechts oben:

  • Konzernvorgabe zur finanziellen Führung des Konzerns
  • Gesamtarbeitsvertrag (GAV), der unter anderem die Arbeitnehmervertretung und die Gewerkschaftsbeziehungen regelt
  • Leitfaden «Mobiles Arbeiten», der den Umgang mit mobiler Arbeit regelt, sowie «Leitfaden für Führungskräfte»
  • Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 sowie dazugehörige Weisungen und Richtlinien zu den Themen Energie und CO2 (Richtlinie zum Swisscom Treibhausgasinventar nach ISO 14064)
  • Weisung Big Data zum Thema Datenschutz
  • Einkaufspolicy
  • Compliance Policy mit zugehörigem Compliance-Management-System (das unten ausführlich beschrieben ist) sowie Weisungen (beispielsweise zu den Themen Recht und Antikorruption)
  • Richtlinie für Investitionen, wonach Swisscom wesentliche Investitionen auf ihre ökologische und soziale Nachhaltigkeit zu prüfen hat

Swisscom unterstützt das Digitale Manifest.

Compliance Management

Die Vielfalt der geschäftlichen Tätigkeit und die Komplexität der Vorschriften fordern ein wirk­sames Compliance- Management-System (CMS). Das CMS von Swisscom beruht auf den folgenden grundlegenden Elementen:

  • Kultur: Die Compliance-Kultur ist die Grundlage für die Wirksamkeit des CMS. Der Verhaltens­kodex hält die Mindesterwartungen des Verwaltungsrats und des CEO der Swisscom AG fest. Diese Erwartungen werden im Unternehmen durch die Führungsarbeit und in der täglichen Zusammenarbeit propagiert.
  • Ziele: Der Verwaltungsrat hat die Ziele der Compliance festgelegt: Alle organisatorischen Mass­nahmen und die Handlungen orientieren sich an diesen Zielen.
  • Risiken: ­Swisscom erkennt und bestimmt die Compliance-Risiken unter Berücksichtigung ihrer geschäftlichen Tätigkeit sowie der regulatorischen und gesetzlichen Vorgaben und deren Änderungen. Sie beurteilt die Risiken und steuert sie durch geeignete Massnahmen.
  • Organisation: Der Verwaltungsrat hat die Mindestaufgaben von Compliance bestimmt. Die Konzernleitung und die Geschäftsleitungen der Tochtergesellschaften haben die weiteren Aufgaben und Verantwortlichkeiten festgelegt. Sie stellen die Ressourcen zur Ver­fügung, die für ein wirksames CMS erforderlich sind.
  • Kommunikation: Die Mitarbeitenden sind über ihre Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung informiert. Periodisch erfolgt ein Bericht an den Verwaltungsrat und die Konzernleitung der Swisscom AG, an die Geschäftsleitungen und Verwaltungsräte der Tochtergesellschaften sowie an weitere interne Stellen.
  • Überwachung und Verbesserung: Swisscom überwacht das CMS und behebt laufend Schwachstellen.

Die Umsetzung des CMS lässt sich wie folgt am Beispiel des Rechtsbereichs Antikorruption illustrieren. Basierend auf den Erkenntnissen aus Prüfungen, der Revision des Strafrechts und den veränderten Kundenanforderungen hat Group Compliance im Geschäftsjahr die Antikorruptionsrisiken neu beurteilt. Sie empfahl der Konzernleitung, die Antikorruptionsweisung anzupassen und neue Prozesse risikoorientiert zu implementieren. Die Mitarbeitenden wurden vom CEO über die neue Weisung informiert («tone at the top») und hatten die Kenntnisnahme mittels E-Confirmation zu bestätigen. Um sicherzustellen, dass die Mitarbeitenden die entsprechenden Vorgaben der Weisung und die Notwendigkeit der Einhaltung aufgenommen haben, hat Group Compliance neben weiteren Massnahmen in Erwägung der jeweiligen Risiken gewisse Zielgruppen bestimmt. Diese Zielgruppen haben eine Face-to-Face-Schulung, ein Webinar oder eine E-Learning-Schulung zu absolvieren. Um die Einhaltung der Weisung und die Umsetzung der vereinfachten Prozesse zu gewährleisten, ist das bestehende IT-Einladungssystem angepasst worden. Im neuen Geschäftsjahr wird Group Compliance wiederum die Umsetzung prüfen, Verbesserungsmöglichkeiten evaluieren und erforderliche Massnahmen empfehlen.

Verantwortungsbewusstes Marketing

Swisscom orientiert sich in ihrem Marketing sowohl am eigenen Leitbild als auch an den Grund­sätzen der Schweizerischen Lauterkeitskommission. Diese Grundsätze befassen sich mit sämt­lichen relevanten Gesichtspunkten der Lauterkeit in der Kommunikation. Das bei Group Communications & Responsibility integrierte Team Brand Strategy hat die Aufgabe, die unterschiedlichen Marketing­einheiten von Swisscom über die Weiterentwicklung der Grundsätze zu informieren. Für die Ein­haltung der Grundsätze sind die kommunizierenden Einheiten verantwortlich. Diese sind in der Lage, Verstösse früh zu erkennen und präventiv einzuschreiten.

Swisscom unterscheidet ihre Kunden nicht nach Alter oder Geschlecht. Sie berücksichtigt vielmehr, dass jeder einzelne ihrer Kunden der zunehmenden Vernetzung und Digitalisierung individuell begegnet. So gelingt es Swisscom, ihre Kunden diskriminierungsfrei und auf den individuellen Wissensstand zugeschnitten in der digitalen Welt zu begleiten.

Im Berichtsjahr sind keine Verstösse gegen die Lauterkeit in Marketing und Kommunikation fest­gestellt worden.

Siehe unter www.faire-werbung.ch

Wahrung der Menschenrechte im Swisscom Konzern und in der Lieferkette

Die Wahrung der Menschenrechte ist für Swisscom integraler Bestandteil der Unternehmenskultur. Dabei orientiert sich Swisscom an den anerkannten Standards. So lässt sie sich von den Leit­prinzipienfür Unternehmer und Menschenrechte der UNO, die SA 8000 der Social Accountability International (SAI) sowie den Unternehmensrichtlinien zur Beschaffung leiten. Die Prinzipien sind 2016 in einer neuen Richtlinie zur Wahrung der Menschenrechte veröffentlicht worden.

Siehe unter www.swisscom.ch/​menschenrechte

Praktiken in Bezug auf Urheberrechte

Der Umgang mit Urheberrechten ist im Gesamtarbeitsvertrag geregelt. Die Mitarbeitenden übertragen Urheberrechte und verwandte Schutzrechte (besonders Rechte an Software) einschliesslich aller Teilrechte an Swisscom, sofern diese Rechte während der Tätigkeit für Swisscom entstanden sind. Dies gilt im Einzelnen für alle Errungenschaften, die die Mitarbeitenden während des Arbeitsverhältnisses allein oder in Zusammenarbeit mit anderen entwickelt haben. Wenn Swisscom an den übertragenen Rechten kein Interesse hat, können die Rechte per Vertrag an den Mitarbeitenden zurückgehen.

Das auf F/OSS-Lizenzkonformität zu prüfende Swisscom Produkt hat weitestgehend dem «GoLive»-Stand zu entsprechen und der Entscheid zum Rollout des Swisscom Produktes auf dem Drittmarkt ist getroffen. Die Aufgaben im Rahmen des Prozesses zur Prüfung der F/OSS-Lizenzkonformität (Scan & Analyse, Consulting, Audit) werden als F/OSS Compliance Service im Center of Competence F/OSS subsumiert.

Weitere Managementansätze nach den sechs GRI-Themen (Wirtschaft, Umwelt, Arbeitspraxis, Menschenrechte, Gesellschaft und Produktverantwortung)

Für die unterschiedlichen Nachhaltigkeitsbereiche gemäss GRI bestehen Konzernvorgaben (Weisungen). Zusätzlich existieren fachspezifische Vorgaben und Richtlinien, zum Beispiel zur Kühlung von Telefon­zentralen und Rechenzentren oder zum Abbau von Sendestationen. So nutzt Swisscom eine CR-Checkliste. Sie berücksichtigt dabei volkswirtschaftliche, ökologische und soziale Anforderungen in allen Projekten, welche die Netzinfrastruktur, Dienste und Produkte betreffen. Zudem regelt eine Vorgabe das Recycling sowie die Entsorgung von Netzinfrastruktur, die bisher situations­abhängig erfolgt sind.

Für Sanierungen sowie den Neubau von Geschäften existieren nach öko­logischen Kriterien aus­gerichtete Vorgaben. Die schweizerischen Tochtergesellschaften von Swisscom sowie die italienische Tochtergesellschaft Fastweb nutzen Instrumente, die an ihre Bedürfnisse angepasst sind. Diese Vorgaben sind in den folgenden Kapiteln erwähnt.

Verantwortung von Swisscom gegenüber der Öffentlichkeit

Swisscom hat sich im Berichtsjahr als verantwortungsbewusster «Corporate Citizen» zu folgenden Themen in die öffentliche Diskussion eingebracht:

  • Swisscom unterstützt nachhaltiges Handeln in der ICT-Branche.
  • Swisscom unterstützt ICT-Bildungsplätze, fördert den ICT-Standort Schweiz im Rahmen des CeBIT-Engagements 2016, unterstützt Schulen im Bereich des Jugendmedienschutzes und entwickelt das Projekt «Schulen ans Internet» weiter. Sie unterstützt zudem die Aktivitäten des Projekts Digital Zürich 2025 sowie der Nachfolgeorganisation Digital Switzerland.
  • Swisscom verbessert den Kundendienst – beispielsweise im Bereich des Konsumentenschutzes – durch das Projekt «unerwünschte Werbeanrufe», welches das Problem der Werbeanrufe Ende 2016 löst.
  • Swisscom fördert die flächendeckende Versorgung der Schweiz mit Mobilfunk- und Breitbandinfrastruktur. Damit legt sie eine solide Basis zur Digitalisierung der Schweiz und zur Sicher­stellung des Wirtschaftsstandorts Schweiz.
  • Swisscom verbessert laufend ihre Kundeninformationssysteme, beispielsweise mit Services wie «Swisscom Cockpit» für Swisscom Kunden, die sich im Ausland aufhalten.
  • Swisscom arbeitet im Bereich der Energiewende an unterschiedlichen Projekten mit, so etwa an der Work-Smart- Initiative und am Dienst tiko.

­Swisscom hat im Berichtsjahr wie im Vorjahr im Rahmen von Vernehmlassungen auf Bundesebene Stellungnahmen eingereicht. Zudem hat sie an einem Hearing der Kommission für Verkehr und Fernmelde­wesen des Nationalrats (KVF) zum Fernmeldebericht des Bundesrats beziehungsweise zu einer möglichen Revision des Fernmeldegesetzes (FMG-Revision) teilgenommen. Ferner hat sich Swisscom zur Verordnung über die Fernmeldedienste (FDV) geäussert.

Siehe unter www.admin.ch

Schliesslich hat sie eine Stellungnahme zur Revision des Bundesgesetzes über die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs abgegeben und zudem an der entsprechenden Stellungnahme des Branchenverbands asut mitgearbeitet. Beide Stellungnahmen sind auf der Website der zuständigen Behörden abrufbar.

Im Vorfeld der Volksinitiative «Pro Service Public», die vom Schweizer Volk am 6. Juni 2016 mit 67,6% der Stimmenden deutlich abgelehnt worden ist, hat sich Swisscom als Fachexpertin in die Diskussion eingebracht. Ziel war es, der Öffentlichkeit nahezulegen, welche negativen Aus­wirkungen eine Annahme dieser Initiative für das Unternehmen wie für die Schweiz gehabt hätte.

Aufgrund der Beteiligung an der neuen Werbeallianz Admeira hat Swisscom an einem weiteren Hearing der zuständigen Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) des Nationalrats teilgenommen.

In ihren Stellungnahmen verfolgt Swisscom die Grundsätze der Selbstregulation und des Wett­bewerbs in einem offenen Markt. Die zahlreichen neuen, attraktiven Kundenangebote sowie die hohen Investitionen im Berichtsjahr unterstreichen diesen Grundsatz.

Swisscom steht für einen lösungsorientierten Ansatz, der sich sowohl am Gemeinwohl als auch an den Unternehmensinteressen orientiert. Sie nimmt Positionen ein, die auf klaren Fakten basieren. Swisscom unterhält transparente und vertrauensvolle Beziehungen zu Politik, Behörden und Gesellschaft. Sie wirkt dabei an öffent­lichen An­hörungen und Veranstaltungen mit und positioniert sich durch schriftliche Stellungnahmen im politischen Umfeld. In Anlehnung an die relevanten ethischen Codices (Kodex von Lissabon sowie Standesregeln der Schweizerischen Public Affairs Gesellschaft SPAG) lehnt Swisscom rechtswidrige oder ethisch fragwürdige Praktiken zur Beeinflussung von Meinungsträgern ab. Zudem ist Swisscom politisch und konfessionell neutral und unterstützt Parteien nicht finanziell.