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Nachhaltiges Umfeld

Nachhaltigkeit geniesst bei Swisscom einen hohen Stellenwert. Es gilt, Ressourcen schonend zu nutzen, Veränderungen vorausschauend Rechnung zu tragen und eine auf Dialog und Glaub­würdigkeit fussende Kommunikation zu gewährleisten. Swisscom nimmt als nationale Infrastruktur­anbieterin und als ein der Schweiz verpflichtetes Unternehmen eine besondere Stellung ein. Diese Stellung sowie die Erwartungen der unterschiedlichen Anspruchsgruppen – vor allem der Kunden, der Mitarbeitenden sowie des Bundes in seiner Rolle als Hauptaktionär und als Gesetzgeber – stellen hinsichtlich der Nachhaltigkeit hohe Anforderungen an Swisscom. Nachhaltiges Wirtschaften und langfristige Verantwortung sind zentrale Werte, zu denen sich Swisscom bekennt. Sie kommen in der Unternehmensstrategie und im Leitbild zum Ausdruck und werden in der Corporate-Responsibility-­Strategie (CR-Strategie) vertieft. Im Berichtsjahr hat die UNO eine Nachhaltigkeitsagenda veröffentlicht. Diese Agenda beinhaltet 17 Nachhaltigkeitsfelder (Sustainable Development Goals, SDG), die in 169 Einzelziele gegliedert sind. Die Felder und Ziele richten sich gleichermassen an staatliche Einheiten, an die Gesellschaft und an Unternehmen. Swisscom hat im Rahmen einer Analyse untersucht, welche ihrer Nachhaltigkeitsmassnahmen den Zielen der UNO-Agenda entsprechen beziehungsweise vertieft werden sollten. Wie die Analyse ergibt, deckt Swisscom mit ihren Nachhaltigkeitsmassnahmen vier Felder (Goal 1, 4, 7, 9) mehrheitlich ab, fünf weitere Felder (Goal 3, 8, 11, 12, 16) teilweise. In sechs Feldern (Goal 5, 6, 10, 13, 15, 17) können die Massnahmen vertieft oder ergänzt werden, die verbleibenden zwei Felder (Goal 2, 14) haben keinen Bezug zu Swisscom. Bei der Analyse der SDGs zeigt sich, dass die Nach­haltigkeitsstrategie von Swisscom die relevanten Themen beinhaltet und nur punktuell vertieft werden muss. Beispielsweise könnte eine gezielte Kommunikation noch stärker dazu beitragen, Mitarbeitende und Kunden für einen nachhaltigen Lebensstil zu begeistern.

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Wertschöpfungskette und wesentliche Gesichtspunkte der Corporate Responsibility

Swisscom erzielt den überwiegenden Anteil der Wertschöpfung in der Schweiz. Die Auslands­aktivitäten haben im Berichtsjahr 7% (Vorjahr 6%) zur operativen Wertschöpfung des Konzerns beigetragen. Der Lagebericht beschreibt das Geschäft von Swisscom ausführlich.

Entlang der Wertschöpfungs- und Lieferketten ergeben sich positive und negative Auswirkungen auf Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft: 

  • Die Bereitstellung von Konsum- und Investitionsgütern und deren Transport in die Schweiz hat ökologische Auswirkungen auf Energieverbrauch, Ressourcennutzung und CO2-Emissionen.
  • Die Bereitstellung von Infrastruktur und Telekommunikationsdiensten trägt zur Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz bei.
  • Die Nutzung der Dienstleistungen von Swisscom bereichert ihre Kunden, bringt aber Heraus­forderungen technischer und sozialer Natur mit sich.
  • Die Schaffung und die Aufrechterhaltung von Arbeitsstellen in der Schweiz und innerhalb der Lieferkette besitzen eine soziale und volkswirtschaftliche Dimension.

Swisscom stuft die identifizierten Auswirkungen auf Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft nach ihrer Wesentlichkeit ein. Hierbei bezieht sie die Anspruchsgruppen ein und ist dadurch in der Lage, ihre strategischen Schwerpunkte zielgenau zu setzen.

Die Wertschöpfungsrechnung und die Verteilung der Wertschöpfung sind im Lagebericht des Geschäftsberichts im Kapitel Ge­schäfts­ent­wick­lung, Seite 66 ff. aufgeführt.

Einbezug der Anspruchsgruppen

Swisscom pflegt den Dialog mit ihren wichtigsten Anspruchsgruppen. Der Austausch erfolgt auf unterschiedlichen Wegen: über elektronische Medien, telefonisch, mittels Umfragen, bei Informations­veranstaltungen oder Arbeitssitzungen, auf Konferenzen sowie beim Kunden zu Hause oder in den Swisscom Shops. Swisscom hat die Anliegen der Anspruchsgruppen 2016 wie in den Jahren zuvor direkt aufgenommen, ihnen Vorrang eingeräumt und sie unter anderem in ihre CR-Strategie ein­bezogen. Über die Zeit verändern sich die Erwartungen der Anspruchsgruppen. Dies hat 2016 die Weiterentwicklung der bis 2020 geltenden CR-Strategie beeinflusst, die Stossrichtung der Strategie jedoch nicht massgeblich verändert. Swisscom organisiert das Management der Anspruchs­gruppen dezentral, um eine grosse Nähe zu den einzelnen Anspruchsgruppen und den kontinuier­lichen Kontakt zu gewährleisten. Im Rahmen der Weiterentwicklung der CR-Strategie und im Auftrag der Konzernleitung hat sie 2016 den CR-Executive-­Dialog fortgesetzt. Während dieses Dialogs tauschen sich Mitglieder der Konzernleitung mit Führungspersonen von Anspruchsgruppen zu allen sechs strategischen Zielen der Corporate Responsibility aus. 2016 hat Swisscom dabei unter anderem mit dem WWF Schweiz einen Dialog zum Thema Förderung eines nachhaltigen Lebensstils geführt. In Bezug auf die soziale Nachhaltigkeit hat rund um die Lancierung der Crowdfunding-­Plattform letshelp.ch auf Managementstufe ein intensiver Austausch mit NGOs stattgefunden, die alle ZEWO-zertifiziert sind. Als Technologiepartnerin unterstützt Swisscom diese NGOs beim Fundraising.

Dialog mit den Anspruchsgruppen und strategische Schwerpunkte

Der Dialog mit den Anspruchsgruppen erfolgt abhängig von der Tiefe der Beziehung sowie der Interessenlage der einzelnen Anspruchsgruppen. Nicht zuletzt entscheidet die Grösse der einzelnen Anspruchsgruppe über die Arten und Möglichkeiten des Dialogs.

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Kunden

­Swisscom befragt Privatkunden systematisch nach ihren Bedürfnissen und ihrer Zufriedenheit. So erfassen Customer-Relationship-Manager Kunden­bedürfnisse direkt im Kontakt mit dem Kunden. Weiter finden regelmässig repräsentative Umfragen zur Kundenzufriedenheit statt. Diese umfassen unter anderem die Frage, in welchem Umfang die Kunden Swisscom als ein gegenüber Umwelt und Gesellschaft verantwortungsvoll handelndes Unternehmen wahrnehmen.

Unter den Geschäftskunden finden vierteljährlich Umfragen statt – unter anderem zu Fragen der Nachhaltigkeit. Swisscom pflegt zudem regelmässige Kontakte mit den Konsumentenverbänden aller Sprachregionen und unterhält Blogs sowie weitere Online-Diskussionsplattformen. Insgesamt ergeben die Befragungen das folgende Bild: Die Kunden erwarten einen guten Service, eine attraktive Preisgestaltung, Markttransparenz, ein verantwortungsvolles Marketing, eine flächen­deckende Versorgung, ein stabiles Netz, strahlungsarme Kommuni­kations­techno­logien sowie nachhaltige Produkte und Dienstleistungen.

Aktionäre und Fremdkapitalgeber

Zusätzlich zur jährlichen Generalversammlung pflegt Swisscom den regelmässigen Austausch mit ihren Aktionären an Analystenpräsentationen, Roadshows und in regelmässigen Telefonkonferenzen. Ferner unterhält Swisscom seit Jahren Kontakte zu zahlreichen Fremdkapitalgebern sowie Rating­agenturen. Die Aktionäre und Fremdkapitalgeber erwarten von Swisscom in erster Linie Stabilität, Rentabilität und Berechenbarkeit.

Behörden

­Swisscom pflegt mit unterschiedlichen Behörden auf mehreren Ebenen einen intensiven Austausch. Ein zentrales Thema ist dabei der Ausbau der Netzinfrastruktur. Mobile Daten­anwendungen erfreuen sich bei den Kunden steigender Beliebtheit. Es ist offenkundig, dass der Mobilfunk zwar genutzt und geschätzt, der Ausbau der dafür erforderlichen Infrastruktur jedoch nicht immer akzeptiert wird.

Beim Netzausbau führen unterschiedliche Interessen zu Spannungen. Swisscom führt seit Jahren einen Dialog mit Gemeindebehörden und Anwohnern über die Netzplanung. Dieser Dialog bietet den Betroffenen bei Bauvorhaben die Gelegenheit, geeignete Alternativstandorte vorzuschlagen. Ebenso pflegt Swisscom zu weiteren Themen und bei anderen Gelegenheiten den regelmässigen Austausch mit Behörden; so etwa im Rahmen des jährlich durchgeführten Zwei-Tage-Seminars «Schulen ans Internet», zu dem die ICT-Verantwortlichen der kantonalen Erziehungsdirektionen eingeladen sind. Dabei erwartet die Anspruchsgruppe der Behörden, dass Swisscom ihre Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit und besonders gegenüber den Jugendlichen entschieden wahrnimmt.

Gesetzgeber

­Swisscom setzt sich mit politisch und regulatorisch relevanten Themen aus­einander. Sie pflegt dabei einen regelmässigen Dialog mit Behörden, Parteien und Verbänden. Bringt sich Swisscom konstruktiv im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens ein, so strebt sie in der Rechtsanwendung die volle Regeltreue (full compliance) an.

Lieferanten

Die Beschaffungsorganisationen von Swisscom setzen sich regelmässig mit Lieferanten und Lieferan­tenbeziehungen auseinander. Sie analysieren Bewertungsresultate, formulieren Ziel­verein­barungen und prüfen die Leistungserfüllung. Einmal jährlich treffen sich die Beschaffungsorganisationen am Key Supplier Day mit ihren wichtigsten Lieferanten. Im Zentrum stehen dabei die Risikoverminderung und die Verantwortung in der Lieferkette. Für den Dialog mit globalen Lieferanten setzt Swisscom zusätzlich auf internationale Branchenkooperationen.

Medien

Swisscom pflegt einen intensiven Austausch mit Medienschaffenden während sieben Tagen in der Woche. Die Medienarbeit von Swisscom orientiert sich an fachlich-journalistischen Grund­sätzen. Neben der Medienstelle pflegen Vertreter des Managements einen regelmässigen Dialog mit Journalisten und stehen für Interviews und weiterführende Hintergrundgespräche zur Verfügung.

Mitarbeitende und Personalvertretung

Swisscom fördert dank einer Vielzahl von Kommunikationsplattformen und -massnahmen sowie einer entsprechenden Unternehmenskultur den Dialog und Austausch mit den Mitarbeitenden. Swisscom hat 2016 eine neue Form der Mitarbeitendenbefragung entwickelt, die den Ansprüchen der Organisation besser gerecht wird. Die neue Befragung erfolgt dreimal im Jahr und ermöglicht es jedem einzelnen Mitarbeitenden, den jeweiligen Teams sowie der gesamten Organisation, auf Feedback zu reagieren und Verbesserungen umzusetzen.

Die Zukunft von Swisscom mitzugestalten, ist eine der wichtigsten Aufgaben der Personal­vertretung. Diese setzt sich aus 53 Mitgliedern (1 Vertreter pro 400 Mitarbeitenden) zusammen, eine Vertretung in jeder dem GAV Swisscom angeschlossenen Gesellschaft, also 8 Vertretungen. Mit den Personalvertretern organisiert Swisscom zweimal jährlich einen runden Tisch. Die Anliegen der Mit­arbeitenden fallen vor allem in die Bereiche Sozialpartnerschaft, Berufs- und Weiterbildung, Diversity, Gesundheit und Arbeitssicherheit. Mit Teams aller Organisationseinheiten führt Swisscom den auf Nachhaltigkeitsthemen ausgerichteten Hallo-Zukunft-Dialog durch. Im Rahmen dieses Dialogs informiert Swisscom die Mitarbeitenden über ihr Nachhaltigkeitsengagement und ermuntert sie, im Alltag Nachhaltigkeitsmassnahmen umzusetzen.

Partner und NGOs

Der Austausch mit Partnern im Rahmen von Projekten ist Swisscom wichtig: so beispielsweise mit dem WWF, mit myclimate, mit dem Kinderschutz Schweiz, mit Brot für alle, Fastenopfer und mit Organisationen, die sich um die spezifischen Bedürfnisse betroffener Gruppen kümmern. Gelebte Partnerschaften sowie ein soziales und ökologisches Engagement von Swisscom besitzen für die Anspruchsgruppe der Partner und NGOs eine besonders hohe Relevanz. Die Website von Swisscom vermittelt eine Übersicht der einzelnen Anspruchsgruppen.

Siehe www.swisscom.ch/​cr-partnerschaften
Öffentlichkeit

Kontakte mit der Öffentlichkeit erfolgen direkt über die Website von Swisscom, durch Umfragen in der Bevölkerung, an Messen oder im Rahmen von Events und Veranstaltungen wie der 2016 durchgeführten ENERGY CHALLENGE 2016. Bei der ENERGY CHALLENGE 2016 handelt es sich um eine Aktion des Bundesamts für Energie, an der sich Swisscom als Hauptpartnerin beteiligt hat.