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Energieeffizienz: Energieverbrauch und -einsparung

Energieverbrauch als hauptsächliche Umwelteinwirkung

Der Energieverbrauch von Swisscom und die entsprechenden CO2-Emissionen wirken sich vor allem auf die Umwelt und das Klima aus. Swisscom ist bestrebt, ihre Energieeffizienz zu erhöhen, erneuer­bare Energien einzusetzen und damit die Auswirkung ihrer Geschäftstätigkeit auf Umwelt und Klima zu minimieren. Zusätzlich zur im Lagebericht beschriebenen Netz­infrastruktur betreibt Swisscom in eigenem Besitz oder in Eigenregie einen beträchtlichen Immobilienpark. Dieser umfasst Büros, Betriebs­gebäude, Anschlusszentralen und Datenzentren. Hingegen betreibt Swisscom keine Lager und Verteilzentren. Darüber hinaus unterhält Swisscom eine Fahrzeugflotte aus Dienst- und Nutzfahrzeugen.

Energiemanagement bei Swisscom

Das Energiemanagement von Swisscom bezweckt, die Kosten zu reduzieren, die Effizienz zu steigern und den ökologischen Fussabdruck des Unternehmens möglichst gering zu halten. Es umfasst, vereinfacht dargestellt, die folgenden Prozessschritte:

  • Ermittlung des Energiebedarfs über eine bestimmte Periode
  • Bestimmung des Energiemix, besonders des Strommix
  • Festlegung und Freigabe der Energieeffizienzziele und -massnahmen
  • Umsetzung der Energieeffizienzmassnahmen
  • Eigene Stromerzeugung
  • Verwendung der Abwärme
  • Monitoring, Bilanzierung und Reporting
  • Entwicklung und Vermarktung von nachhaltigen ICT-Produkten und -Diensten

Verbrauch von Strom aus erneuerbaren Quellen und von Ökostrom

Im Jahr 2016 hat der Stromverbrauch von Swisscom in der Schweiz 448 GWh (Vorjahr 434 GWh) betragen. Er ist damit um 3,2% (Vorjahr 6,3%) gestiegen. Die Effizienzmassnahmen haben den durch Netz­ausbauten verursachten Mehrstromverbrauch teilweise kompensiert. Swisscom entrichtet seit 2010 eine Kompensation mit Herkunftsnachweisen (HKN) für den im Strommix enthaltenen Anteil an Atomstrom, an Strom unbekannter Herkunft sowie an Strom aus fossilen Energieträgern, den sie für die Netzinfrastruktur und für die von ihr verwalteten Geschäfte verwendet. Sie erhöht damit die Nachhaltigkeit ihres Strommix. Swisscom hat 2016 – wie bereits in den Jahren zuvor und durch die SGS geprüft – 100% erneuerbaren Strom eingesetzt. Dabei­ hat sie 25,0 GWh (Vorjahr 18,5 GWh) Ökostrom «naturemade star» aus Solar­energie (21,0 GWh) und Windkraft (4,0 GWh) bezogen. Swisscom ist damit eine der grössten Bezügerinnen von Strom aus Wind- und Solar­energie in der Schweiz.

WSGE_DP_GR_Energieverbrauch

Effizienzmassnahmen beim Stromverbrauch von Netzen

Swisscom hat 2016 das erfolgreiche Energiesparprojekt Mistral zur Kühlung der Telefonzentralen weitergeführt. Das Projekt läuft nunmehr unter dem Namen «Mistral Future» und verdoppelt erneut die Energieeffizienz der Kühlung von Telefonzentralen. Dies geschieht durch die Anpassung der Luftmenge und den Einsatz neuer Technologien. Ende 2016 hat Mistral 841 Telekommunikations­anlagen in Anschlusszentralen gekühlt. Dies entspricht einer Zunahme von 2,4% und einer Ein­sparung von 1,8 GWh im Jahr 2016. Mistral steht für eine Kühlmethode, die ausschliesslich und während des ganzen Jahres Aussenluft verwendet. So ersetzt Mistral herkömmliche Kühlsysteme, die energieintensiv mit Kompressoren betrieben werden, und erhöht die Energieeffizienz massiv. Zudem entfallen dank Mistral umweltschädliche Kältemittel. Im Berichtsjahr hat Swisscom 78 zusätzliche Mobilfunkbasisstationen mit Aussenluft gekühlt.

Die Konsolidierung der Fest- und Mobilnetzplattformen hat 2016 zusätzlich 8 GWh eingespart.

Effizienzmassnahmen beim Stromverbrauch von Rechenzentren

Im Durchschnitt über alle Rechenzentren erreicht Swisscom 2016 einen PUE-Wert (Power-Usage-­Effectiveness) von 1,47 (Vorjahr 1,50). Das Rechenzentrum in Bern Wankdorf arbeitet besonders effizient und hat 2016 einen Stromverbrauchseffizienzwert von 1,34 erreicht, mit einem geplanten Zielwert von 1,2. Der PUE-Wert steht für das Verhältnis des Gesamt­stromverbrauchs eines Rechenzentrums zum Stromverbrauch der dort eingesetzten IT-Anlagen.

Immer öfter setzt Swisscom in ihren Rechenzentren auf die geteilte Nutzung von Servern. Durch diese Servervirtualisierung benötigt sie weniger IT-Infrastruktur und hat 2016 bereits zusätzliche 17,9 GWh gespart.

Effizienzmassnahmen beim Stromverbrauch in Gebäuden

Im Berichtsjahrjahr 2016 hat das Facility Management schweizweit Energiechecks nach dem etablierten Pioneer Standard durchgeführt. Diese Checks haben 2016 dazu beigetragen, die Betriebs­zustände von 49 Gebäuden zu optimieren und 416 MWh (Vorjahr 478 MWh) an Energie zu sparen.

Swisscom ist bestrebt, ineffiziente Beleuchtungsanlagen zu modernisieren. Dadurch senkt sie nicht nur ihren Verbrauch an elektrischer Energie, sondern verbessert auch die Beleuchtungsqualität. Darüber hinaus geben effiziente Beleuchtungsanlagen weniger Wärme ab, was sich positiv auf das Raumklima auswirkt. So hat Swisscom in zwei grossen Bürogebäuden Leuchtmitteloptimierungen vorgenommen und beispielsweise im Auditorium in Worblaufen sämtliche Beleuchtungskörper durch LED-Leuchten ersetzt. Allein durch diese Massnahmen spart Swisscom jährlich 4,7 MWh Strom.

Effizienzmassnahmen beim Brennstoffverbrauch zur Erzeugung von Wärme und resultierende CO2-Reduktion

Swisscom misst monatlich den Verbrauch von Heizöl, Erdgas und Fernwärme in ihren 61 grössten Gebäuden, die zusammen mehr als die Hälfte der Gesamtgebäudefläche bilden. In der Folge rechnet sie den jährlichen Verbrauch auf die Gesamtgebäudefläche hoch.

Im Berichtsjahr hat Swisscom zur Beheizung ihrer Gebäude Brennstoffe im Umfang von 174,1 Terajoule (48,4 GWh) benötigt (Vorjahr 47,3 GWh). Ihr Wärmemix aus fossilen Energieträgern besteht aus 60,3% Heizöl, 16,5% Erdgas und 23,2% Fernwärme. In den letzten fünf Jahren hat Swisscom in ihren Gebäuden die Wärmekennzahl pro m2 um 2,4% gesenkt. Dies hat zu einer Reduzierung der CO2-Emissionen geführt, die sich aufgrund des jährlich wechselnden Energiemix aber nicht endgültig bemessen lässt.

Swisscom beabsichtigt, die zur Beheizung ihrer Gebäude erforderliche Wärmemenge weiter zu verringern. Zu diesem Zweck setzte sie im Berichtsjahr systematisch Massnahmen fort, die den Energie­verbrauch und den CO2-Ausstoss bei der Beheizung von Gebäuden senkten. Ein detailliertes Energiemonitoring verbesserte im Berichtsjahr die für die Energie­analyse erforderliche Datengrundlage und deckte Fälle von unverhältnismässig hohem Energieverbrauch auf.

Ergänzend sanierte und modernisierte Swisscom 2016 schweizweit mehrere Heizungsanlagen. Im Vorfeld prüfte sie dabei Alternativen zur Wärmeerzeugung mit fossilen Brennstoffen.

An drei Standorten verzichtet Swisscom ab der Heizperiode 2016/2017 vollständig auf den Einsatz von Heizöl.

Der Minergie-P-Eco® Businesspark von Swisscom in Ittigen bei Bern hat Anfang 2016 die Auszeichnung Watt D’Or in der Kategorie «Gebäude und Raum» erhalten. Der Neubau überzeugt durch das neu­artige Lungenlüftungskonzept, seine Energieeffizienz (Minergie-P-Eco®) und seinen Komfort sowie hinsichtlich Kosten und Betriebssicherheit.

Darüber hinaus hat Swisscom 2016 neun ökorelevante Bauprojekte umgesetzt. Wie ein internes Reportingformular belegt, spart sie dadurch 46,8 MWh Energie und vermeidet den Ausstoss von 83,3 Tonnen CO2.

Schliesslich haben die Energiechecks dazu beigetragen, die CO2-Emissionen um 44,5 Tonnen (Vorjahr 74 Tonnen) zu reduzieren.

Einen positiven Einfluss auf die Energiebilanz hat der Neubau des Businessparks in Sion. Dank des Umzugs in das moderne Gebäude nach Minergie-P-Eco®-Standard verzichtet Swisscom auf die Miete ineffizienter Büroflächen.

Insgesamt spart Swisscom durch Sanierungen und Modernisierungen jährlich 642,4 MWh und vermeidet den Ausstoss von 104,0 Tonnen CO2.

Effizienzmassnahmen bei Treibstoffverbrauch, Mobilität und CO2-Reduktion

Ein erstklassiger Kundendienst sowie der Ausbau der Netzinfrastruktur setzen eine lückenlose Mobilität der Mitarbeitenden voraus. 2016 haben die Fahrzeuge der Swisscom Flotte im Dienste der Kunden (das heisst abzüglich der Privatnutzung) insgesamt 60,2 Millionen Kilometer zurück­gelegt (Vorjahr 59,5 Millionen Kilometer). Dies entspricht einem Treibstoffverbrauch von 139,8 Terajoule (38,8 GWh, Vorjahr 143,5 Terajoule respektive 39,3 GWh). Der Treibstoffverbrauch hat sich dabei gegenüber dem Vorjahr um -2,6% (Vorjahr -3,7%.) reduziert.

Dank einer fortschrittlichen Einsatzstrategie soll sich der durchschnittliche CO2-Ausstoss pro Fahrzeug bis Ende 2020 von 113 Gramm CO2 pro zurück­gelegtem Kilometer (2015) auf 95 Gramm CO2 ver­ringern. Ende 2016 haben die Fahrzeuge der Swisscom Flotte gemäss Herstellerangaben nach neuem europäischem Fahrzyklus (NEFZ) einen durchschnittlichen Ausstoss von 109 Gramm CO2 pro Kilo­meter ausgewiesen. 96% der Fahrzeugflotte sind den Energieeffizienz­kategorien A und B zugeordnet. Dazu betreibt Swisscom eine Flotte von 463 (+16,9%) Hybrid­fahrzeugen, 45 (-25,0%) erdgas­betriebenen Fahrzeugen, 16 (+6,7%) Elektrofahrzeugen und 14 (-57,6%) E-Bikes. Sämtliche Elektrofahrzeuge werden in den Gebäuden und Garagen von Swisscom mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen geladen. 2016 haben die Swisscom Mitarbeitenden 124’724 (-2,2%) Bahnbillette für Dienst­reisen genutzt sowie 14’051 (-5,6%) Halbtax- und 3’394 (-3,1%) Generalabonnemente bezogen.

Effizienzsteigerung dank nachhaltiger ICT-Dienste bei Swisscom

­Swisscom tritt nicht nur bei ihren Kunden für den Einsatz von nachhaltiger ICT ein, sondern nutzt die entsprechenden Lösungen auch im eigenen Unternehmen:

  • Virtuelle Konferenzen: Swisscom hat an 18 Standorten die realitätsnahe Videokonferenzlösung Tele­presence installiert, darunter auch bei Fastweb in Italien.
  • Work Smart: Swisscom Mitarbeitende arbeiten einfach per Video- und Desksharing mit anderen Mitarbeitenden zusammen. Dies gestattet es vielen Mitarbeitenden, einen Teil ihres Arbeitspensums von zu Hause oder unterwegs zu bestreiten. Collaboration-Plattformen ermöglichen zudem den unkomplizierten Zugang zu Wissen. Durch die Lancierung der Work-Smart-Initiative hat Swisscom die neuen Arbeitsformen im Unternehmen weiter verankert und stellt ihr Wissen anderen Unternehmen zur Verfügung. Der Leitfaden für Führungskräfte gibt Vor­gesetzten nützliche Hinweise zum Umgang mit neuen Arbeitsformen.
  • Smart Building: Anwendungen im Bereich des Internets der Dinge helfen, Gebäude oder Verkehrssysteme effizienter als bisher zu betreiben. Im Bereich der intelligenten Gebäude hat Swisscom in Sargans mit einer externen Firma einen erfolgreichen Pilotversuch durchgeführt, um den Betrieb von Heizungssystemen in Swisscom Gebäuden dank Wettervorhersage zu optimieren. Die im Rahmen dieses Versuchs getestete Lösung wird nun ab Winter 2016/2017 in mindestens fünf weiteren Swisscom Gebäuden eingesetzt.

Eigene Stromerzeugung

Seit 2005 erzeugt Swisscom eigenen Strom und sieht darin einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Energiepolitik. Im Rahmen jeder Gebäudesanierung zieht Swisscom die Option in Betracht, eine Solarstromanlage zu errichten. Sofern eine solche Anlage wirtschaftlich sinnvoll ist, wird sie in der Folge realisiert.

2016 hat Swisscom drei zusätzliche Solaranlagen auf Sendestationen (208 kWp) oder auf Telefonzentralen und Gebäuden (158 kWp) in Betrieb genommen.

In der Summe beträgt die Leistung aller eigenen Solarstromanlagen 1’669 kWp (+366 kWp oder +28,6% gegenüber der Vorjahresleistung von 1’281 kWp). Swisscom setzt ihr Programm zur Strom­erzeugung in den nächsten Jahren fort. Sie will bis 2020 eine installierte Leistung von mehr als 2’000 kWp erreichen, was einer Verdoppelung gegenüber dem Zielwert per Ende 2015 entspricht.

Verwendung von Abwärme

Swisscom deckt in einigen Gebäuden ihren Heizbedarf voll durch die Nutzung der Abwärme der Betriebsräume ab. So liefert im Swisscom Betriebs­gebäude Zürich Herdern eine in 2015 installierte Wärmpumpe die für das gesamte Gebäude notwendige Heizenergie. Damit spart Swisscom jährlich rund 900 Tonnen CO2, was 8% der gesamten CO2-Emissionen entspricht, die Swisscom für ihre Heizbedürfnisse erzeugt. Zudem liefert Swisscom im Rahmen von Vereinbarungen Abwärme aus Betriebsgebäuden oder aus Rechenzentren an Fernwärmeverbünde oder an Nachbarsiedlungen. So speist sie etwa neben Zürich Herdern auch in Zürich Binz oder Bern Wankdorf Abwärme ins Fernheiznetz, um Wohnungen und Bürogebäude in der Nachbarschaft direkt zu beheizen. Im Jahr 2016 hat Swisscom dadurch 8,1 GWh an thermischer Energie als Fernwärme­ in die Nachbar­siedlungen eingespeist (Vorjahr 5,95 GWh). Dadurch wurden 800’000 Liter Heizöl (Vorjahr 595’000 Liter) gespart und entsprechende CO2-Emissionen vermieden.

Gesamtwirkung der Effizienzmassnahmen bei Swisscom

Der Gesamtenergieverbrauch (Strom, Brenn- und Treibstoffe) von Swisscom beträgt 2016 in der Schweiz 536 GWh (Vorjahr 521 GWh). Ohne die seit dem 1. Januar 2016 umgesetzten Effizienzmassnahmen würde Swisscom gegenwärtig jährlich 47,4 GWh mehr an Energie verbrauchen.

Die jährliche Gesamtenergieeffizienz berechnet sich aus dem Verhältnis des Gesamtenergie­verbrauchs und der Energieeinsparung zum Gesamtenergieverbrauch. Swisscom folgt dieser Definition im Rahmen der Zielvereinbarung mit der EnAW.

Energieeinsparung bei den Kunden dank verbesserter Endgeräte

Die von Swisscom erstellten Ökobilanzen der vergangenen Jahre belegen, dass für die Umwelt­einwirkung von Netzen und Endgeräten drei Einflussgrössen relevant sind:

  • Energieverbrauch der Endgeräte beim Kunden
  • Verwendete Energie für die Produktion der Endgeräte
  • Stromverbrauch der Netzelemente

Der Energieverbrauch der Endgeräte bei den Kunden lässt sich auf Basis der Geräte, des Strom­verbrauchs pro Gerät und der typischen Nutzungsprofile auf 273’000 MWh hochrechnen. Hinsichtlich des Energieverbrauchs macht Swisscom ihre Kunden einerseits auf die vielfältigen Möglichkeiten zur Energieersparnis aufmerksam und bietet andererseits konkrete Lösungsvorschläge:

  • Energie sparen – so einfach geht’s: Auf Initiative des Bundesamts für Energie (BFE) haben sich Swisscom und zwei weitere Anbieter für eine gemeinsame Informationskampagne entschieden. Die Kampagne bezweckt, den Energieverbrauch von End­geräten wie Modems, Router und TV-Settop-Boxen mittels idealer Einstellungen auf Seiten der Kunden zu optimieren. Swisscom unterstützt die Kampagne, indem sie ihre Kunden informiert und die energieoptimierten Einstellungen auf ihrer Website erläutert.
Siehe unter www.swisscom.ch/​energie-sparen
  • ENERGY CHALLENGE 2016: Swisscom hat die Hauptpartnerschaft bei der ENERGY CHALLENGE 2016 genutzt, um Kunden sowie Nichtkunden mit einem energieeffizienten Betrieb ihrer Geräte vertraut zu machen. Konkret vermittelte Swisscom an der Roadshow durch neun Schweizer Städte Tipps und Tricks zum stromsparenden Einsatz von Swisscom Produkten. Zudem bewarb sie auf spielerische Art nachhaltige Produkte (unter anderem solarbetriebenes Zubehör).
  • Swisscom TV 2.0: Die Swisscom TV 2.0 speichert Aufnahmen nicht mehr auf der Settop-Box, sondern in der Cloud. Daher kommt die Box ohne Festplatte aus und verbraucht jährlich rund 36 kWh beziehungsweise rund 40% weniger Strom als ihre Vorgängerin. Darüber hinaus hat Swisscom die Kunden von Swisscom TV 2.0 umfassend informiert, wie sich die Settop-Box im Alltag und in den Ferien energieoptimiert konfigurieren lässt. 2016 hat Swisscom eine neue, UHD-fähige TV-Box auf dem Markt eingeführt. Diese Box verbraucht trotz wesentlich höherer Leistung nicht mehr Strom als die bisherige TV-Box. Bis Ende 2016 hat Swisscom 1,48 Millionen Kunden für ihr Swisscom TV gewonnen. Swisscom TV 2.0 verzeichnet damit weit mehr Kunden als das Vorgänger­angebot. Trotz des Kundenwachstums ist der bei den Kunden anfallende Strom­verbrauch dabei gesunken.
  • Internet-Box: Swisscom hat 2016 die Internet-Box 2 lanciert, welche die Internet-Box Plus ersetzt. Die neue Internet-Box 2 bietet gleich mehrere Möglichkeiten, Energie zu sparen. So lässt sich über einen Zeitschalter die Zeitspanne festlegen, während der das WLAN, die zentrale Speicherfunktion oder die Telefonie (DECT) ausgeschaltet sein sollen. Zudem sind dank der Internet-Box 2 in Heimnetzwerken weniger Geräte im Einsatz. Denn die Boxen ersetzen die früher erforder­lichen Verbindungsgeräte für den kabellosen Anschluss von Computer, Fernsehen und HD-Festnetz­telefonie. Sie senken damit den Stromverbrauch erheblich.
Siehe unter www.swisscom.ch/​energie-sparen
  • Forschungsprojekt Low Power Gateway: Router, die den Anschluss ans Internet und ans Telefon­netz sicherstellen, sind in Schweizer Wohnungen alltäglich. Eine neue Generation von Energie­spar-Routern mit einer Leistung von unter zwei Watt könnte mit deutlich weniger Strom auskommen, wie ein Projekt von Swisscom belegt. Swisscom ist deshalb bestrebt, die Energieeffizienz der eigenen Router weiter zu verbessern, und investiert dafür in Forschung und Entwicklung. 2016 ist das Forschungsprojekt zur Entwicklung eines stromsparenden Low-Power-­Routers mit einem Pilotversuch abgeschlossen worden. Eine Weiterentwicklung des Low-Power-Routers zur Serienreife scheint im Moment nicht möglich. Swisscom prüft allerdings, wie die während des Projekts gewonnenen Erkenntnisse in ihre Device-Strategie einfliessen können.
  • Ecomode plus: Durch Ecomode plus strahlen Schnurlostelefone nur noch minimal. Mittlerweile sind fast alle von Swisscom verkauften Schnurlostelefone Modelle mit Ecomode plus.