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Lieferantenrisikomanagement

Risikomanagementsystem

Das Supply Chain Risk Management (SCRM 360) ist bereits 2015 etappenweise implementiert und im Berichtsjahr gefestigt worden. Durch den ganzheitlichen Ansatz SCRM 360 reduziert Swisscom die Risiken nicht nur in den Bereichen Umwelt und Soziales, sondern auch hinsichtlich Finanzen, Sicherheit, Logistik und Qualität. Auf Basis einer individualisierten, gewichteten Scorecard überprüft Swisscom anhand von mehr als 50 Risikoindikatoren laufend externe Datenquellen. Ist ein zuvor festgelegter Schwellenwert bei einem der Top-100-Lieferanten, strategischen oder kritischen Lieferanten und zahlreichen Vorlieferanten überschritten, erhält die Einkaufsorganisation eine automatische Indikatornachricht. Die Auswahl der Top-100-Lieferanten erfolgt nach den folgenden Kriterien: Höhe des Einkaufsvolumens, strategische Bedeutung sowie Risiko der Warengruppen.

Swisscom überprüft und klassifiziert die Warengruppen aus Sicht der Corporate Responsibility auf regelmässiger Basis. Sie hält am bisherigen Risikoraster fest und hat die Liste der Lieferanten aus Warengruppen mit hohem Risiko erneut kritisch überarbeitet. Von diesen Lieferanten sind bereits alle grösseren Lieferanten auf der E-Tasc-Plattform von EcoVadis registriert. Bei potenziellen Lieferpartnern und Ausschreibungen wendet Swisscom weiterhin den implementierten, 2016 neu überarbeiteten Prozess an. Darüber hinaus ermöglicht die neue Plattform SRN (Supply Risk Network) eine erste Einschätzung des Gesamtrisikos eines Lieferanten.

Vorgehen Risikomanagement in der Lieferkette

Swisscom beurteilt nicht alle Lieferpartner auf ihr Risiko hin. Vielmehr nutzt sie ein Filterverfahren und erkennt so frühzeitig das effektive Risikopotenzial eines Lieferpartners. Gleichzeitig will Swisscom die Anzahl der zu beurteilenden Lieferpartner reduzieren.

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Filterverfahren: Vorgehen des Risikomanagements in der Lieferkette

Im ersten Schritt des Filterverfahrens beurteilt Swisscom alle Warengruppen anhand von klar definierten Kriterien auf ihre ökologischen und sozialen Risiken. Dadurch lassen sich die einzelnen Warengruppen den drei Risikoprofilen Gering, Mittel und Hoch zuordnen.

Im zweiten Schritt des Verfahrens ermittelt Swisscom Lieferpartner mit Waren in den hohen und mittleren Risikoprofilen. Sie prüft diese Lieferpartner individuell mithilfe von klar definierten Kriterien auf Risiken. Wo im Sinne der Risikovermeidung sinnvoll, wird die Lieferkette in das Risikomonitoring einbezogen. Ebenso bestimmt Swisscom die Risiken potenzieller Lieferpartner mit Waren, die einer Warengruppe mit hohen und mittleren Risikoprofilen angehören. Das Ergebnis der Prüfung fliesst in die Entscheidung über eine Zusammenarbeit ein.

Übersicht und Vorgaben des Risikomanagements in der Lieferkette
WSGE_DP_GR_RisikobeurteilungLieferanten1

Selbstdeklarationen/Self-Assessments

Swisscom hat das für 2016 gesetzte Ziel erfüllt, 140 Lieferanten auf der E-Tasc-Plattform zu be­werten.

­Swisscom hat im Jahr 2016 neun Lieferanten neu registriert, die sich einem Assessment unter­zogen haben. Von allen registrierten Swisscom Lieferanten haben 28 die Erwartungen hinsichtlich der Corporate Responsibility noch nicht erfüllt. Für sie ist ein Corrective Action Plan (CAP) erstellt worden, der die Verbesserungsmöglichkeiten dokumentiert. Nach 12 bis 24 Monaten entscheidet Swisscom, bei welchen Lieferanten eine Neubewertung erforderlich ist, sofern der Lieferant das Re-Assessment nicht selbständig eingeleitet hat.

2016 hat Swisscom erneut eine Anzahl begleiteter Re-Assessments durchgeführt. Die betroffenen Swisscom Lieferanten verbesserten sich durch entsprechende Korrekturmassnahmen um durchschnitt­lich 31%. Im Vergleich zu den weltweit auf der Plattform erfassten Lieferanten (mehrere Tausend) schnitten die Swisscom Lieferanten um 32% besser ab.

2017 will Swisscom weitere Schlüssellieferanten, strategische Lieferanten sowie Lieferanten mit hohen und mittleren Risiken auf der Plattform registrieren. Auch wird sie erneut die Liste der Lieferanten aus Warengruppen mit hohem Risiko kritisch überprüfen.

Ferner hat sich Swisscom 2016 selbst einem Re-Assessment unterzogen. Sie hat sich verbessert und wiederum das «Gold-Level» erreicht.

Audits

Swisscom ist seit einigen Jahren Mitglied der Joint Audit Cooperation (JAC). Im Jahr 2016 hat Swisscom im Rahmen der Zusammenarbeit mit JAC sechs Audits durchgeführt Die JAC ist ein Zusammenschluss von 13 Tele­kommunikations­unternehmen. Sie prüft, bewertet und fördert Massnahmen, die in den Produktionszentren der wichtigsten multinationalen ICT-Lieferanten zur Wahrung der gesellschaftlichen Verantwortung dienen.

Siehe unter www.jac-initiative.com

Die Audits vor Ort orientieren sich an folgenden Richtlinien:

  • Vorbereitung: Die Audits beruhen auf Informationen, die im Vorfeld über den zu prüfenden Betrieb einzuholen sind.
  • Geschulte Prüfer: Die Audits werden von internationalen Auditunternehmen durchgeführt. Diese Unternehmen sind auf die besonderen sozialen und umweltpolitischen Umstände im jeweiligen Land spezialisiert.
  • Geheimhaltung: Mit den Lieferanten werden Geheimhaltungsvereinbarungen getroffen. Damit sind die Ergebnisse der Audits nur den JAC-Mitgliedern bekannt.
  • Methodik: Die JAC-Mitglieder erstellen eine Checkliste auf Basis der Standards SA 8000 (unter anderem hinsichtlich Arbeitsbedingungen, Gesundheit und Sicherheit, Umwelt, Geschäftsethik und Managementsystem) sowie ISO 14001. Zudem werden vor Ort erfolgte Audits mit Gesprächspartnern berücksichtigt.
  • Bericht: Der Bericht enthält die auf objektiven Nachweisen beruhenden Ergebnisse.
  • Zusammenarbeit mit den Lieferanten: Die Zusammenarbeit stützt sich auf das gemeinsame Bewusstsein, wonach CR-Risikomanagement für eine verantwortliche, nachhaltige Entwicklung eine entscheidende Rolle spielt.
  • Zusammenarbeit beziehungsweise Weiterentwicklung der Lieferanten: Auf Grundlage der Ergebnisse des Audits werden mit den Lieferanten Korrekturmassnahmen festgelegt, um Schwachpunkte zu beseitigen. Das jeweilige JAC-Mitglied verfolgt die Umsetzung dieser Massnahmen bis zum vollständigen Erfolg.

In regelmässigen Telefonkonferenzen legen die JAC-Mitglieder die Auditagenda fest, prüfen Auditberichte und überwachen den Fortschritt der geplanten Korrekturmassnahmen. Diese regelmässigen Konferenzen und der Austausch über Best Practices helfen, die Beurteilung der Corporate Responsibility zu optimieren und die JAC-Initiative effizienter zu gestalten. Viermal im Jahr finden Treffen des JAC-Lenkungsausschusses statt, der aus Vertretern der oberen Führungsebene der jeweiligen CR- und Sourcing-Bereiche besteht. Am Treffen überprüft der Ausschuss die Ergebnisse der Auditkampagne, trifft Entscheidungen zum weiteren Vorgehen und lanciert neue Projekte.

2016 haben erstmals ergänzend zu den klassischen CR Audits sogenannte Mobile Surveys statt­gefunden. Dabei wurden Arbeiter ausserhalb der Fabriken mittels Mobiltelefon über die jeweiligen Arbeitsbedingungen befragt. Diese Mobile Surveys stellen eine neue, vielversprechende Befragungs­methode dar. Sie werden durch das NGO Good World Solutions durchgeführt. JAC hat im Berichtsjahr insgesamt sieben Mobile Surveys lanciert.

Swisscom hat sich im Rahmen ihrer übergeordneten CR-Strategie 2020 zum Ziel gesetzt, bis 2020 die sozialen Arbeitsbedingungen von zwei Millionen Menschen zu verbessern. Zu diesem Zweck intensiviert sie internationale Kooperationen wie mit der JAC, um die Umsetzung der Massnahmen in enger Zusammenarbeit mit den Lieferanten sicherzustellen.

Auditergebnisse

Insgesamt sind im Netzwerk von JAC 69 Audits bei Lieferanten erfolgt (Vorjahr 61). Der Anteil Audits bei Zulieferpartnern (Tier 2/3) hat sich auf 82% erhöht.

Die Audits betreffen Produktionsstätten, die mehrheitlich in China, Taiwan, Indien, Japan, Südkorea und Südamerika angesiedelt sind. Die 2016 durchgeführten Audits haben eine begrenzte Anzahl von Nonconformities und unterschiedliche Arten von Noncompliances ergeben. Die Noncompliances beziehen sich hauptsächlich auf Arbeitszeit, Arbeitssicherheit, Umwelt, Gehalt und Gesundheit beziehungsweise Sicherheit. Darüber hinaus haben die Audits einige Fälle von Diskriminierung und Beschäftigung von Minderjährigen aufgedeckt. Der Zeitraum für die Behebung der Probleme ist abhängig von der Art der Non-Compliance.

Besonders die Behebung von Un­regelmässigkeiten im Rahmen der Arbeitszeit (zum Beispiel die Begrenzung von Regelarbeitszeit und Mehrarbeit) benötigt mehrere Monate, da sie sich auf das Personalwesen des betroffenen Unternehmens auswirkt.

Das Netzwerk JAC hat seit 2010 insgesamt 278 Audits in 24 Ländern auf vier Kontinenten durch­geführt.

Insgesamt haben die Audits über 740’000 Arbeitnehmer erfasst und 1’777 Verfehlungen identifiziert. Davon sind noch 386 Fälle offen beziehungsweise nicht abgeschlossen.

Die Audits haben die folgende Anzahl an Schwachstellen identifiziert:

Anzahl Schwachstellen   2013   2015   2016
Gesundheit und Sicherheit   68   100   114
Arbeitszeit/Überzeit   73   77   52
Geschäftsethik   64   45   67
Kinder- und Jugendarbeit   10   12   7
Arbeitsentgelt   9   34   20
Umwelt   30   44   34
Zwangsarbeit und Diskriminierung   10   13   9

Von den insgesamt 517 im Berichtsjahr 2016 festgestellten Schwachstellen sind 314 offen beziehungsweise nicht abgeschlossen. 52 der offenen Fälle stehen im Zusammenhang mit Fragen der Arbeitszeit. 23 dieser 52 Schwachstellen stammen aus den Jahren 2010 bis 2015, 29 aus dem Jahr 2016. 262 identifizierte Schwachstellen verteilen sich auf weitere Kategorien. 49 davon stammen aus den Jahren 2010 bis 2015 und 213 aus 2016. Schwachstellen hinsichtlich Jugendarbeit betreffen Fälle von Überzeit oder Nachtschichten, nicht aber Fälle von Kinderarbeit. Bei beanstandeten Diskriminierungen handelt es sich um die ungenügende Formalisierung von Verträgen, nicht aber um Zwangs­arbeit. Schwachstellen im Bereich der Umweltthemen betreffen die Lagerung von chemischen Produkten und das Fehlen von Umweltberichten.

Die einzelnen JAC-Mitglieder behandeln die Schwachstellen laufend. Die erhobenen Daten werden regelmässig aktualisiert und im Lenkungsausschuss diskutiert.

Carbon Disclosure Project – Supply Chain Program

Im Berichtsjahr 2016 hat Swisscom die Kooperation mit dem Carbon Disclosure Project (CDP) weitergeführt. Das CDP ist eine im Jahr 2000 gegründete Nonprofitorganisation. Sie regt Unternehmen dazu an, relevante Umweltdaten wie klimaschädliche Treibhausgasemissionen und den Wasserverbrauch zu veröffentlichen. Einmal jährlich erhebt das CDP im Namen von Investoren mittels standardisierter Fragebögen und auf freiwilliger Basis bei Unternehmen Daten und Informationen zu CO2-Emissionen, Klimarisiken sowie Reduktionszielen und -strategien. Das CDP verwaltet mittlerweile die weltweit grösste Datenbank ihrer Art.

Im Rahmen ihrer Kooperation mit dem CDP hat Swisscom 54 (Vorjahr 53) ihrer wichtigsten Lieferanten angeschrieben und befragt. Die befragten Lieferanten weisen ein hohes Bestellvolumen oder eine hohe Umweltrelevanz auf. Dank einer Rücklaufquote von 90% (Vorjahr 91%) wurde die Befragung wiederum erfolgreich abgeschlossen. Im vierten Quartal 2016 analysierte das CDP die Rückmeldungen und bewertete die teilnehmenden Lieferanten mittels Scoring. Die Resultate fliessen teilweise in die E-Tasc-Plattform von EcoVadis ein und dienen als Grundlage für die ganzheitliche Bewertung der wichtigsten Swisscom Lieferanten.

Im Rahmen der CR-Strategie 2020 verfolgt Swisscom im Bereich des Klimaschutzes ein konkretes Ziel (Ziel 2:1). Da die Lieferkette für den Hauptanteil der Scope-3-Emissionen verantwortlich ist, spielen die CO2-Emissionen in der Lieferkette eine sehr wichtige Rolle. Swisscom wird daher 2017 im Rahmen der Zusammenarbeit mit CDP am «action exchange program» teilnehmen und mit einzelnen Lieferanten konkrete Reduktionsziele festlegen. Da das CDP die Emissionsdaten der Lieferanten erhebt, erhält Swisscom eine verlässliche Grundlage, um Reduktionsziele für das eigene Unter­nehmen sowie für die Schlüssellieferanten festzulegen.

GeSI – Engagement

Im Rahmen von GeSI, der Global e-Sustainability Initiative, setzen sich die weltweit führenden ICT-­Anbieter für den nachhaltigen Wandel mittels neuer Technologien ein. Swisscom engagiert sich im Rahmen von GeSI besonders für die faire und nachhaltige Lieferkette, die eine Zusammenarbeit auf globaler Basis erfordert. Sie beteiligt sich an zahlreichen CR-Projekten und steuert diese aktiv mit. Hierzu gehören beispielsweise das Sponsoring und die Mitarbeit bei der «Smarter 2030»-Studie; ferner die Entwicklung und Positionierung des SASF (Sustainability Assessment Standard Framework) als künftiger Standard für die gesamte ICT-Branche; schliesslich die fortlaufende Weiterentwicklung von E-Tasc als übergreifender Plattform, um Selbstassessments und Audits von Lieferanten abzuwickeln. GeSI wird ihre Organisation und ihre Aktivitäten zukünftig auf die Sustainable Development Goals (SDG) ausrichten.

Siehe unter www.gesi.org

Hauptrisikofaktoren in der Lieferkette

Menschenrechte

Swisscom achtet in besonderem Masse auf die Einhaltung der Menschenrechte in den Bereichen, die im Standard SA 8000 der Social Accountability International (SAI) aufgeführt sind. Diese Bereiche sind Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Gesundheit und Sicherheit, Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen, Diskriminierung, Disziplin, Arbeitszeit sowie Entlöhnung. 2016 hat Swisscom auf ihrer Website eine neue Menschenrechtspolicy (Human Resources Policy) ver­öffentlicht.

Siehe unter www.swisscom.ch/​menschenrechte
Klimarisiken aus CO2-Emissionen

Die Klimaveränderung birgt Risiken, zum Beispiel in Form von intensiveren Niederschlägen und erhöhten Durchschnittstemperaturen sowie extremen Wetterereignissen. Diese Risiken könnten die Herstellung von Telekommunikationsprodukten und Netzausrüstungen sowie deren Transport in die Schweiz gefährden und damit die Marktchancen sowie den Betrieb von Swisscom beeinträchtigen. Das Treibhausgasinventar von Swisscom zeigt, dass der grösste Anteil der CO2-Emissionen auf die Lieferkette fällt. Swisscom hat diesen Umstand in ihrem strategischen Schwerpunkt Klimaschutz berücksichtigt.

Rohstoffe

Die Rohstoffe, die in unterschiedlichen Swisscom Produkten enthalten sind, stammen aus einer Vielzahl von Ländern und Regionen. Immer öfter ergeben sich Fragen zur Herkunft der verwendeten Rohstoffe und ebenso zu den damit verbundenen ökologischen und sozialen Risiken. Swisscom setzt sich mit dem Thema der Rohstoffe auseinander und hat in den vergangenen Jahren die folgenden Massnahmen ergriffen:

  • Januar 2012: Swisscom wird über die Mitgliedschaft in der Global e-Sustainability Initiative (GeSI) Mitglied bei der World Resources Forum (WRF) Association.
  • März 2012: Gründungsversammlung der WRF Association; Swisscom vertritt GeSI bei den Zusammenkünften der WRF Association.
  • März/Oktober 2013: Teilnahme an der Generalversammlung der WRF Association in St. Gallen und des WRF in Davos.
  • Oktober 2013: Dialog mit der NGO «Brot für alle» und Beitrag zum Symposium «High Tech – No Rights» in Bern.
Siehe unter www.worldresources​forum.org
  • 2014/15: Vorabklärungen zu einer Zusammenarbeit mit Fairphone.
  • März 2016: Vermarktung von Fairphone über einen indirekten Vertriebskanal. Durch ihr fair produziertes Smartphone will das niederländische Start-up Fairphone die Telekombranche bewegen. Es setzt dabei auf eine ethische Rohstoffgewinnung, soziale Produktionsbedingungen und die Langlebigkeit des Produkts. Fairphone hat bewusst Swisscom als nachhaltige Partnerin gewählt. Swisscom wird 2017 die Vermarktung über den Eigenkanal prüfen.
  • Mai 2016: Durch ihre Petition «Stopp Benzol» haben die beiden Hilfswerke «Brot für alle» und «Fastenopfer» im Sommer 2016 auf die Risiken aufmerksam gemacht, zu denen der Einsatz von Benzol in der Produktion von Mobiltelefonen führt. Sie haben zu diesem Zweck ein Rating der grössten Schweizer Verkäufer von Mobiltelefonen erstellt. Dieses Ranking führt Swisscom mit dem besten Resultat aus. Als Weiterverkäuferin von Mobiltelefonen und Tablets ist Swisscom bestrebt, durch ihre dauerhafte internationale Zusammenarbeit im Rahmen von GeSI und JAC die Nachhaltigkeit und die Arbeitsbedingungen in der Lieferkette schrittweise zu verbessern.
Korruption

Swisscom bekennt sich in den internen Vorgaben zu einer Zero Tolerance hinsichtlich Korruption. Die Vorgaben werden durch regelmässige Schulungen, Prüfungen und Audits konzernweit durchgesetzt. Zudem fordert Swisscom ihre Lieferanten auf, sich ebenfalls zur Einhaltung dieser Vor­gaben zu verpflichten. Von den eigenen Mitarbeitenden wie auch von allen Lieferanten erwartet Swisscom, dass unzulässige Vorteile weder gewährt noch angenommen werden. Widerhandlungen können bei den eigenen Mitarbeitenden zu disziplinarischen Massnahmen bis hin zur Entlassung führen. Hat ein Lieferant nachweislich gegen Antikorruptionsgesetze verstossen, wird er ermahnt und im Sinne eines äussersten Mittels von der Lieferkette ausgeschlossen.