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Jugendmedienschutz und Förderung der Medienkompetenz

Jugendmedienschutz und Richtlinien für Medieninhalte

Für Kinder und Jugendliche sind mit den digitalen Medien Chancen, aber auch Risiken verbunden wenngleich diese Risiken oft ausser Acht gelassen werden. Swisscom überlässt die Verantwortung beim Umgang mit den Risiken nicht allein den Erziehenden. Vielmehr unterstützt sie Eltern und Lehrpersonen mit reichhaltigen Informationen, Hilfs­materialien und Angeboten.

Eine besondere Rolle im Jugendmedienschutz stellt die Privatsphäre dar. Wenn Kinder und Jugendliche in sozialen Netzwerken private oder gar intime Informationen für die Öffentlichkeit sichtbar machen, sind sie sich der Tragweite ihres Handelns meist nicht bewusst. In Broschüren und an Kursen erläutert Swisscom den Teilnehmenden deshalb die Bedeutung grundlegender Mass­nahmen zum Schutz der Privatsphäre. Sie spricht zudem Themen wie Mobbing, Suchtverhalten, sichere Passwörter oder den Umgang mit fremden Inhalten an.

Swisscom unterstützt ferner die High Principles on Child Protection der European Telecommunications Network Operators’ Association (ETNO).

Gemäss Schweizerischem Strafgesetzbuch §197 ist es untersagt, Personen unter 16 Jahren Inhalte pornografischer Natur anzuzeigen. Das gilt ebenso für Inhaltsanbieter. Swisscom legt ferner die Vorschriften der Fernmeldedienst­verordnung sehr streng aus, welche die Sperrmöglichkeiten von Mehrwertdiensten beschreiben. So bietet sie auf ihrem Informationsportal und in ihrem Video on Demand-Angebot keinerlei erotische Inhalte an.

Die Brancheninitiative für verbesserten Jugendmedienschutz und zur Förderung der Medien­kompetenz, die vom Schweizerischen Verband der Telekommunikation (asut) getragen wird, empfiehlt seit 2008 neben den gesetzlichen Vorschriften eine Liste zusätzlicher Massnahmen des Jugend­medienschutzes. 2016 ist die Brancheninitiative vollständig überarbeitet worden und nimmt nun die Forderungen des Regulators ex ante auf. So kommunizieren die unterzeichnenden Unternehmen gegenüber ihren Kunden noch öfter und regelmässiger über sinnvolle Massnahmen in der Medienerziehung. Die Brancheninitiative stärkt die Rolle der Jugendmedienschutz-Beauftragten und wird neu durch eine externe Stelle geprüft.

Siehe unter www.asut.ch

Swisscom geht weiter, als es die gesetzlichen Vorgaben des Jugend­medienschutzes vorgeben:

  • Strenge Auslegung des Schutzgedankens bei Verschuldung eines minderjährigen Kunden
  • Keinerlei erotische Inhalte im Video on Demand-Angebot von Swisscom TV und auf dem Infoportal
Siehe unter www.bluewin.ch
  • Zusätzliche Sendersperrung mittels PIN bei Swisscom TV
  • Gewährleistung des Jugendmedienschutzes bei der TV-Zusatzfunktion «Replay»
  • Altersfreigabe-Empfehlung nach der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) bei allen Video on Demand-Angeboten
  • Sehr strenge Vorgaben an Drittanbieter von Mehrwertdiensten
  • Intensiver direkter Dialog des Jugendmedienschutz-Beauftragten in den sozialen Medien und in der Presse

Förderung der Medienkompetenz

Die von Swisscom ergriffenen Massnahmen im Jugendmedienschutz verringern viele Risiken, die sich ergeben, wenn Kinder und Jugendliche Medien nutzen. Swisscom erachtet die Förderung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen als Königsweg, um die Risiken nach­haltig zu verringern. Darum engagiert sie sich seit vielen Jahren dafür, dass Kinder und Jugendliche die digitalen Medien sinn- und massvoll nutzen:

  • Medienkurse für Eltern, Lehrpersonen und Schüler: Die Medienkurse finden jeweils an Elternabenden oder an Lehrerweiterbildungen statt. Ziel der Kurse ist es, die Teilnehmenden für Risiken zu sensibilisieren und Empfehlungen zur Mediennutzung in Familie und Schule zu vermitteln. Insgesamt hat Swisscom im Jahr 2016 schweizweit über 1’000 Veranstaltungen mit knapp 30’000 Teilnehmenden zum Thema Medienkompetenz durchgeführt. Damit ist sie die grösste Anbieterin von Medienkursen in der Schweiz.
Siehe unter www.swisscom.ch/​medienkurse
  • Im Herbst 2016 hat Swisscom zudem ein Angebot lanciert, das es Eltern erlaubt, eine Beratung zur Mediennutzung im eigenen Haushalt anzufordern. «Swisscom Friends» wurden ent­sprechend geschult, um technische und erzieherische Fragen besorgter Eltern direkt vor Ort zu beantworten. Die Swisscom Friends sind Freiwillig und werden direkt vom Kunden entschädigt.
Siehe unter www.swisscomfriends.ch/​medien
  • Im Hinblick auf die in einzelnen Deutschschweizer Kantonen bevorstehende Einführung des Lehrplans 21 hat sie das Angebot für Schüler neu aufgesetzt und an die Erfordernisse des kompetenzorientierten Lehrplans angepasst. Zudem trägt Swisscom nunmehr der Tatsache vermehrt Rechnung, dass sich das Medienverhalten Jugendlicher in jungen Jahren sehr rasch ver­ändert. Deshalb hat sie nun spezifische Angebote für die dritte und vierte Klasse, die fünfte und sechste Klasse sowie die Oberstufe (siebte bis neunte Klasse) lanciert. Die ersten Reaktionen der Lehrkräfte und Schulen bestärken Swisscom in ihrem Engagement.
  • JAMES – Jugend, Aktivitäten, (Multi-)Media – Ergebnisse Schweiz: Die JAMES-Studie un­ter­sucht das Mediennutzungsverhalten Jugendlicher zwischen 12 und 19 Jahren. 2016 hat Swisscom die JAMES-Studie in Kooperation mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissen­schaften (ZHAW) zum vierten Mal durchgeführt. Die aus JAMES gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen es Politik und Wissenschaft, auf Basis einer verlässlichen wissenschaftlichen Grundlage Schlüsse zu ziehen und Massnahmen einzuleiten. Swisscom füllt damit eine lang­jährige Forschungslücke, da die Mediennutzung Jugendlicher vor 2010 nie durchgängig erhoben worden ist. 2018 ist eine neuerliche Erhebung vorgesehen.
Siehe unter www.swisscom.ch/​james
  • Medienstark: Die Ratgeberplattform für Eltern ist seit 2013 online. Sie porträtiert reale Familien und schildert die erzieherische Herausforderung, Kinder und Jugendliche zu einer sinnvollen Mediennutzung anzuregen. Viele Familien haben inzwischen ihre persönlichen Erfahrungen zu Privatsphäre, Cybermobbing, Gamesucht und Medienerziehung mit einer kontinuierlich steigenden Anzahl von Besuchern geteilt. Die Plattform hat 2016 ungefähr 40’000 Besuche verzeichnet. Damit hat sie die Erwartungen noch nicht vollständig erfüllt. Die Anzahl der Besucher nimmt jedoch stetig zu.
Siehe unter www.medienstark.ch

Swisscom Academy

Die Swisscom Academy schult seit 2005 Nutzer im Umgang mit Mobilfunkgeräten und Internet. In den Schulungszentren in Bern, Basel, Lausanne, Luzern, Genf und Zürich bietet Swisscom täglich Kurse an. Zudem ist die Academy jährlich an weiteren Standorten mobil präsent. Im Jahr 2016 haben sich über 15’000 Personen im Gebrauch moderner Kommunikationsmittel weitergebildet. Seit der Lancierung der Swisscom Academy haben sich damit schon 300’000 Menschen bei Swisscom auf die Schulbank gesetzt. Die Kurse richten sich an alle Menschen in der Schweiz und stehen Kunden wie Nichtkunden offen. Durch sie leistet Swisscom einen wichtigen Beitrag, die digitale Kluft zwischen den Generationen zu verkleinern.

Weitere Plattformen für die Medienkompetenz

Die folgenden Massnahmen tragen zusätzlich in kleinerem Masse zu einer gesunden, selbstverantwortlichen Mediennutzung bei:

  • Angebote für Kunden: Internet Security, Kinder-Abo «Natel easy start», PIN-Nutzung zur Sperrung von Sendern und VoD-Angeboten auf Swisscom TV, Promotion der App (Offtime)
  • Kommunikations- und Informationsmassnahmen: Publikationen in Fachzeitschriften («Educateur», Elternmagazin «Fritz und Fränzi», «Bildung Schweiz»), Social-Media-Präsenz des Jugendmedienschutz-Beauftragten (Twitter, Facebook), Medienarbeit rund um den «Tag der Aufmerksamkeit» vom 20. Mai 2016