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Liebe Aktionärinnen, liebe Aktionäre

Swisscom behauptet sich erfolgreich in anspruchsvollem Umfeld

Der Nettoumsatz von Swisscom lag praktisch stabil auf Vorjahresniveau bei CHF 11’643 Millionen (–0,3%). Das ist angesichts des Preisdrucks und des Marktumfelds beachtlich. Verglichen mit dem Vorjahr stieg das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) von Swisscom um CHF 195 Millionen oder 4,8% auf CHF 4’293 Millionen, vorwiegend als Folge von Sondereffekten im Vorjahr. Auf bereinigter Basis sank der EBITDA leicht um 1,2%. Das rückläufige Ergebnis im Schweizer Kerngeschäft konnte nicht durch Kosteneinsparungen und Wachstum bei Fastweb kompensiert werden. Der Reingewinn stieg vor allem als Folge von Sonder­effekten um 17,8% auf CHF 1’604 Millionen. Die konzernweiten Investitionen lagen mit CHF 2’416 Millionen etwa auf Vorjahresniveau (+0,3%).

Swisscom hält ihre starke Marktposition in der Schweiz

Der Nettoumsatz im Schweizer Kerngeschäft hat gegenüber dem Vorjahr um CHF 105 Millionen oder 1,1% auf CHF 9’440 Millionen abgenommen. Während der Umsatz mit Telekomdiensten als Folge des zunehmenden Wettbewerbsdrucks und der sinkenden Preise beim Roaming sank, stieg der Umsatz im Lösungsgeschäft mit Geschäftskunden. Die Zahl der Umsatz generierenden Ein­heiten (RGU) reduzierte sich als Folge der Marktsättigung um 96’000 oder 0,8% auf 12,4 Millionen. Trotzdem konnten die Marktanteile gehalten oder wie beim Swisscom TV sogar gesteigert werden. Das Betriebs­ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) stieg um CHF 85 Millionen oder 2,4% auf CHF 3’686 Millionen. Bereinigt um Sondereffekte resultierte beim EBITDA ein Rückgang um CHF 125 Millionen oder 3,2%, bedingt durch Preisdruck, höhere Roaming- und Kundengewinnungskosten sowie abflachendes Teilnehmerwachstum. Die Investi­tionen in der Schweiz sind mit CHF 1’774 Millionen (–2,6%) auf einem anhaltend hohen Niveau.

Fastweb mit erfreulichem Geschäftsjahr 2016

Fastweb gewann zahlreiche Kunden im Breitbandgeschäft (+7,0% auf 2,36 Millionen) und konnte den Umsatz so um EUR 59 Millionen oder 3,4% auf EUR 1’795 Millionen erhöhen. Beim Betriebs­ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) resultierte ein Anstieg von EUR 85 Millionen oder 14,8% auf EUR 661 Millionen. Ohne Sondereffekte betrug die Zunahme EUR 45 Millionen oder 8,0%. Der Netz­ausbau von Fastweb schreitet weiter voran. An die unternehmenseigenen Ultrabreitbandnetze waren Ende 2016 bereits 810’000 Kunden angeschlossen (+25% gegenüber Vorjahr), was rund einem Drittel aller Breitbandkunden von Fastweb entspricht. Das Netz von Fastweb erreicht nun rund 100 Städte in Italien, was einer Abdeckung von 30% oder 7,5 Millionen Haushalten entspricht. Als Folge des forcierten Breitbandausbaus stiegen die Investitionen von Fastweb um 7,4% auf EUR 581 Millionen.

Entwicklung der Swisscom Aktie im Jahr 2016

Der Kurs der Swisscom Aktie ist 2016 um 9,3% gesunken. Bei der Gesamtrendite (Kursveränderung und Gewinnausschüttung) liegt Swisscom dank hoher Dividendenrendite bei –5,4%. Die Per­formance der Swisscom Aktie übertraf die Performance des europäischen Branchenindex Stoxx Europe 600 Telecommunications Index (–16,9% in CHF; –15,8% in EUR). Der Generalversammlung wird die Ausschüttung einer unveränderten, ordentlichen Dividende von CHF 22 pro Aktie beantragt. Dies entspricht einer Dividendensumme von CHF 1’140 Millionen. Swisscom setzt damit bei der Ausschüttung auf Kontinuität.

Herausforderung und Chance Digitalisierung

Die Digitalisierung verändert unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft. Menschen, Applikationen und Geräte sind von Jahr zu Jahr stärker vernetzt, Milliarden von Geräten sind längst miteinander verbunden.

Prozesse, die wir bisher mühsam von Hand erledigen mussten, werden digitalisiert. In der Cloud produzieren wir neue Dienstleistungen schneller und kostengünstiger. Aus der Cloud heraus werden unsere Infrastrukturen ebenso gesteuert wie physische Geräte ihrerseits in die virtuelle Cloud wandern (Virtualisierung). Auf dieser digitalen Basis entwickeln sich neue Geschäftsmodelle und neue Verhaltensweisen: Menschen mieten und teilen, statt zu kaufen (Sharing Economy), und neue Plattformen entstehen. So dringt die Digitalisierung in unseren Alltag und unsere Arbeitswelt ein. Swisscom sieht die Digitalisierung als Chance und als Herausforderung. Das Rückgrat jeder Digitalisierung sind stets verfügbare, hochleistungsfähige Netze und Infrastrukturen. Für Swisscom eröffnen sich dank ihrer Infrastrukturen und ihrer ICT-Kompetenz hervorragende Chancen, um in praktisch allen Bereichen der Wirtschaft und des täglichen Lebens auch künftig erfolgreich tätig zu sein. Gleichzeitig erkennen wir die ökonomischen und sozialen Veränderungen, welche die Digitalisierung mit sich bringt. Durch unterschiedliche Initiativen und Engagements bemühen wir uns daher, unsere entsprechende Verantwortung als Unternehmen wahrzunehmen.

Marktumfeld wird anspruchsvoller

In der Schweizer ICT-Branche herrscht ein harter Verdrängungswettbewerb. Die Anzahl an Telefonanschlüssen über das Festnetz geht jährlich um über 200’000 zurück. Dieser Rückgang ist 2016 erstmals nicht mehr kompensiert worden, und der Trend wird sich in den kommenden Quartalen fortsetzen. Auch im Geschäftskundenumfeld spüren wir den Kostendruck und die sinkenden Margen, die durch den verstärkten Preiskampf der Mitbewerber ausgelöst sind.

Zunehmend stärker im Markt tätig sind auch weltweit tätige, internetbasierte ausländische An­bieter. Diese Mitbewerber richteten sich bis anhin mit ihren Produkten vor allem an private Nutzer. Vermehrt weiten sie aber ihre Angebote auch auf Geschäftskunden aus, gehen Partnerschaften ein, um effiziente und skalierbare Angebote auf den Markt zu bringen.

Ansprüche an Datensicherheit steigen

Durch die zunehmende Vernetzung und Digitalisierung werden immer mehr Daten produziert. Damit rückt die sorgfältige Nutzung von Daten, aber auch deren Sicherheit in den öffentlichen Fokus. Für Swisscom ist ein verantwortungsvoller und sicherer Umgang mit Daten zentral. Wir ­wollen die Möglichkeiten von Smart Data zum Vorteil von Wirtschaft und Gesellschaft nutzbar machen.

Swisscom hat das Produktportfolio und die Fähigkeit, um im Markt der Informationssicherheit weiter zu wachsen. Mit den bestehenden Mitteln wehren wir bereits 99% aller Bedrohungen in Form von Hacker-, Phishing- oder Spam-Attacken ab.

Dafür stehen wir

Swisscom verfolgt die Vision, ihren Kunden das Beste in der vernetzten Welt zu bieten, und zwar als Begleiter, Pionier und Gestalter. Als Vorzeigeunternehmen rund um die Digitalisierung ermöglichen wir den Menschen, flexibel zu interagieren, zu arbeiten und zu leben. Als Technologiepartnerin unterstützt Swisscom Firmen, Produkte, Prozesse und Marketing zu verbessern, und trägt so zu ihrer Wettbewerbsfähigkeit bei. Damit stärken und fördern wir den gesamten Wirtschafts­standort Schweiz.

Beste Infrastruktur bauen – die Basis der vernetzten Welt

Eine vernetzte Welt ist nur so stark wie ihre Infrastruktur. Swisscom investiert deshalb seit Jahren in einen zukunftsweisenden Mix an Netztechnologien. Im 2016 investierte Swisscom alleine in der Schweiz knapp CHF 1,8 Milliarden. Auch 2017 planen wir Investitionen in derselben Grössen­ordnung. Die Schweiz verfügt über eine der besten Telekommunikationsinfrastrukturen der Welt. Sie erreicht mit über 99% Abdeckung über 30 Mbit/s bereits heute beinahe die Breitband-­Zielvorgabe von 100% Abdeckung mit 30 Mbit/s, wie sie in der digitalen Agenda 2020 der EU vor­gesehen ist.

Bis Ende 2016 hat Swisscom bereits über 3,5 Millionen UltraBreit­band­anschlüsse (>50 Mbit/s) bereitgestellt. Dank dem rasanten Ausbau können bereits über 94% aller Wohnungen und Geschäfte Swisscom TV nutzen. 2016 hat Swisscom neue strategische Ziele für den Ausbau der Breitbandinfrastruktur über Festnetz fest­gelegt: Bis Ende 2021 soll die Mehrheit der Einwohner einer jeden Schweizer Gemeinde von höheren Bandbreiten profitieren. So verfügen bis Ende 2021 rund 90% aller Wohnungen und Geschäfte über eine Mindestbandbreite von 80 Mbit/s – rund 85% erreichen gar 100 Mbit/s oder mehr.

Die Basis des Swisscom Netzes bildet die IP-Technologie (Internet Protokoll). Auf ihr beruhen nicht nur Internet-Dienste, sondern beispielsweise auch Swisscom TV und Sprachtelefonie. Swisscom plant, alle ihre Produkte und Dienste bis Ende 2017 auf IP umzustellen: dies mit dem Ziel, ihren All-IP-Kunden die Möglichkeiten der digitalen Welt nutzbar zu machen. So können All-IP-Kunden zum Beispiel unerwünschten Werbeanrufen einen Riegel vorschieben, indem sie den kostenlosen Call­filter für ihren Festnetztelefonieanschluss aktivieren. Per Ende 2016 sind bereits 1,5 Millionen Kunden auf IP migriert. Die Umstellung läuft plangemäss.

Den Umsatz mit Infrastruktur aus der Cloud (Dynamic Computing Services) haben wir 2016 verdoppelt. Heute setzen bereits mehr als 270 Kunden und Partner auf dynamische Infrastrukturen.In der digitalisierten Welt sind die Cloud- und ICT-Infrastruktur ein zentraler Wettbewerbsvorteil – dank ihr vereinfachen wir Prozesse und ermöglichen innovative Geschäftsmodelle. Kunden konzentrieren sich stärker auf ihr Geschäft und lagern ICT-Leistungen aus – durch eine stärkere Standardisierung und Virtualisierung können wir die IT-Bedürfnisse unserer Kunden schneller und besser als bisher erfüllen.

2016 hat Swisscom als erste Anbieterin schweizweit ein ergänzendes Netz für das Internet der Dinge gebaut. Das unabhängig vom Mobilfunknetz betriebene sogenannte Low Power Network bildet die Basis für das Internet der Dinge, das künftig Millionen von Sensoren miteinander ver­bindet. Durch all diese Investitionen und Innovationen prägt Swisscom ihre Märkte massgebend.

Beste Erlebnisse bieten – als Differenzierung

Das Marktumfeld verändert sich immer schneller, Angebote lassen sich einfach kopieren. Unternehmen sind dann erfolgreich, wenn sie Erlebnisse gestalten. So entstehen emotionale Bindungen und begeisterte, treue Kunden. Swisscom will bei allem, was sie tut, einfach, vertrauenswürdig und inspirierend sein. Wir stellen den Menschen und seine Beziehungen ins Zentrum unseres Denkens und Handelns. Dem globalen Wettbewerb stellen wir uns persönlich mit dem Besten entgegen, was wir zu bieten haben: mit unseren Mitarbeitenden. Sie sind vor Ort in kleineren oder grösseren Gemeinden präsent, besuchen Kundinnen und Kunden zu Hause, beraten am Telefon oder via Chat. Die Erlebnisse für unsere Kunden sind so gestaltet, dass sie sich bei jedem Kontakt mit Swisscom gleich anfühlen: sei es in der Kommunikation, bei der Nutzung unserer Produkte oder im Service. Gerade in Zeiten der Digitalisierung sind gleichbleibende Erlebnisse ein wichtiges Bindeglied zwischen Swisscom und ihren Kunden.

Bis Ende 2016 hat Swisscom 1,48 Millionen Kunden für ihr Swisscom TV gewonnen. Sie erweitert das TV-Angebot laufend und hat eine neue UHD-Box sowie Services für ein barrierefreies TV-Erlebnis lanciert, von denen vor allem Menschen mit einer Hör- oder Sehbeeinträchtigung profitieren.

Als grosses Bedürfnis hat sich die rasche Reparatur von Mobilfunktelefonen erwiesen. So haben wir in einem Teil der Swisscom Shops eigene Repair Center eingerichtet. Auch sie sind – getreu unserem Kundenversprechen – anders, als der Konsument dies von vergleichbaren Angeboten gewohnt ist. So garantieren sie eine Reparatur mit Originalersatzteilen innert maximal 24 Stunden und bieten Wartenden die Atmosphäre einer Kaffee-Bar.

Die 2016 eingeführten Natel-infinity-2.0-Abonnemente erfreuen sich grosser Beliebtheit. Bereits über eine Million Kunden haben sich seit der Lancierung im Frühling für mehr Inklusiv-Roaming, schnellere Surfgeschwindigkeiten und zusätzlich inkludierte Services wie eine geräteunabhängige Cloud entschieden.

Beste Wachstumschancen nutzen – langfristig wettbewerbsfähig

Um langfristig wettbewerbsfähig zu sein, müssen sich Unternehmen weiterentwickeln und den Mut haben, sich zu verändern. Dies tut Swisscom seit Jahren. Die entsprechende Erfahrung geben wir unseren Geschäftskunden weiter und wollen ihnen als glaubwürdige Partnerin für ihre digitale Transformation zur Seite stehen. Swisscom verfügt über ein breites Portfolio von Machine-to-Machine-Anwendungen, Digitalisierung von Geschäftsprozessen, Nutzung der Cloud, Sicherheitslösungen, Einsatz von künstlicher Intelligenz und vielen anderem. Dadurch eröffnet sie ihren Kunden die Möglichkeit, die Wachstumschancen zu nutzen und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Auch für sich nutzt Swisscom die besten Wachstumschancen. Sie will in den Wachstumsfeldern im TIME-Markt (Telekommunikation, Informatik, Medien, Entertainment) und im Aufbau des Internetgeschäfts weiter wachsen.

2016 sind die Infodienste local.ch und search.ch unter der Marke «localsearch» zusammengefasst worden. Weiter haben wir zusammen mit Coop den Online-Marktplatz siroop lanciert: einen Marktplatz im Internet, der grosse und kleine, nationale und lokale Händler vereint. Ausserdem führen wir die Zusammenarbeit mit dem Start-up Mila weiter: Rund 22’000 Einsätze der «Swisscom Friends», die als Kunden anderen Kunden vor Ort helfen, sind über die Plattform registriert worden.

Fastweb

Swisscom entwickelt ihre Tochtergesellschaft Fastweb weiter: Durch den Ausbau des Ultrabreitbandnetzes und des Mobilfunkgeschäfts, die Nutzung von Partnerschaften sowie einer Verbesserung der Servicequalität soll Fastweb ihre gute Marktposition in Italien weiter stärken und Wachstum generieren. Der Ausbau der Breitbandnetze in Italien wird mit Hochdruck fortgesetzt: Fastweb und Telecom Italia beabsichtigen, bei der Verlegung von Glasfasern bis in die Gebäude (FTTH) zu kooperieren. Bis Ende 2020 sollen 13 Millionen und damit die Hälfte der Haushalte und Geschäfte in Italien mit Ultrabreitband erschlossen sein.

Die Werte von Swisscom

Bei Swisscom stehen Menschen und ihre Beziehungen im Zentrum: Wir wollen die Zukunft gestalten (Nachhaltigkeit), Grossartiges leisten (Leidenschaft), offen sein für Neues (Neugier), Versprechen einhalten (Zuverlässigkeit) und nah beim Kunden sein (Kundenorientierung). Das Kompetenzcenter für Human Centered Design von Swisscom entwickelt Methoden und Massnahmen, die sich an den Menschen und ihren Beziehungen orientieren. Unsere Überzeugungen und Werte fliessen in die Entwicklung neuer Produkte und Services ein.

Generationenübergreifendes Denken als integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie

Swisscom denkt und handelt langfristig. Das Engagement für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaftist ein integraler Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Wir haben die Vision einer modernen, zukunftsgerichteten Schweiz.

Im Bereich der Corporate Responsibility konzentrieren wir unsere Tätigkeiten auf die Schwerpunkte Klimaschutz, Arbeiten und Leben, Medienkompetenz, attraktiver Arbeitgeber, faire Lieferkette und vernetzte Schweiz. 2016 stärkten wir die Beweisführung unserer Aktivitäten beispielsweise in den Bereichen Energieeffizienz, Medienkompetenz und Faire Lieferkette weiter. Durch das seit über 15 Jahren existierende Programm Schulen ans Netz haben wir schweizweit über 6’020 Schulen ans Internet angeschlossen. Davon profitieren rund 50’000 Schulklassen, 120’000 Lehrpersonen und über 900’000 Schüler. Gleichzeitig haben wir in unseren Medienkursen über 300’000 ältere Menschen (seit 2005) und 100’000 Schüler, Eltern, und Lehrpersonen (seit 2008) in die vernetzte Welt mit all ihren Chancen und Risiken eingeführt. Für Swisscom ist es als eine der attraktivsten Arbeitgeberinnen der Schweiz selbstverständlich, eine nachhaltig ausgerichtete Unternehmenskultur zu pflegen. Dazu gehört die Entwicklung jedes Einzelnen, die aktive Ausbildung von Fach­kräften mit gegenwärtig über 900 Lernenden (darunter 450 in ICT-Berufen) und eine faire Sozialpartnerschaft.

Im Bereich des Klimaschutzes haben wir unsere eigenen CO2-Emissionen seit 1990 mehr als halbiert. Inzwischen sparen unsere Kunden durch die Nutzung unserer Dienste, beispielsweise für mobiles Arbeiten, rund 450’000 Tonnen CO2 pro Jahr. Das entspricht dem Ausstoss von 110’000 Autos. Die Zeitschrift Newsweek hat Swisscom im Jahr 2016 als das viertnachhaltigste Unternehmen weltweit ausgezeichnet. Darauf sind wir stolz.

Regulatorisches Umfeld ist anspruchsvoll.

Eine klare Mehrheit der Stimmenden und alle Stände haben im Juni 2016 die «Pro Service Public»-­Initiative abgelehnt. Im Dezember 2016 hat die ComCom entschieden, die Konzession für die schweizweite Grundversorgung ab 2018 für die Dauer von fünf Jahren erneut an Swisscom zu vergeben. Die revidierte Verordnung erhöht die Mindestbandbreite von 2 auf 3 Mbit/s, beinhaltet neu die IP-Technologie und hebt die Pflicht auf, pro Gemeinde eine Telefonkabine zu betreiben. Im Jahr 2017 stehen unterschiedliche Themen an: die Totalrevision des Datenschutzgesetzes, die Revision des Fernmeldegesetzes, die Umsetzung des BÜPF (Bundesgesetz Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs) und das Nachrichtendienstgesetz. Die Telekommunikationsindustrie wird sich im Hinblick auf die Einführung von 5G weiterhin für Erleichterungen im Antennenbau einsetzen.

Vereinfachung und Kostenorientierung

Swisscom will ihre Kostenbasis von 2015 bis 2020 um über CHF 300 Millionen senken. Wir wollen dies erreichen mit den 2016 umgesetzten Organisationsanpassungen, Anpassung unseres Stellenangebots, Prozessoptimierungen und der Transformation auf die All-IP-Technologie. So werden Mittel freigesetzt, um weiterhin in die Infrastruktur und neue Geschäftsfelder zu investieren und lang­fristig wettbewerbsfähig zu bleiben. 

Finanzieller Ausblick 2017

Für das Geschäftsjahr 2016 wird Swisscom der Generalversammlung 2017 eine Dividende von CHF 22 pro Aktie vorschlagen. Swisscom erwartet für 2017 einen Nettoumsatz von rund CHF 11,6 Milliarden, einen EBITDA von rund CHF 4,2 Milliarden und Investitionen von rund CHF 2,4 Milliarden. Für Swisscom ohne Fastweb wird aufgrund des hohen Wettbewerbs- und Preisdrucks mit einem leicht tieferen Umsatz gerechnet, für Fastweb mit einem leichten Anstieg. Für Swisscom ohne Fastweb wird im Vergleich zum Vorjahr mit einem um rund CHF 100 Millionen tieferen EBITDA gerechnet. Der EBITDA reduziert sich als Folge des Preisdrucks und der Abnahme der Anzahl Festnetztelefonieanschlüsse. Zudem werden höhere Kosten für Roaming erwartet. Positiv beeinflusst wird der EBITDA durch Kosteneinsparungen. Für Fastweb wird mit einem leicht höheren EBITDA gerechnet. Die Investitionen in der Schweiz sowie bei Fastweb werden in Höhe des Vorjahres erwartet. Bei Erreichen der Ziele plant Swisscom, der General­versammlung 2018 für das Geschäftsjahr 2017 eine unveränderte, attraktive Dividende von CHF 22 pro Aktie vorzuschlagen.

Ein grosses Dankeschön

Das Jahr 2016 war erfolgreich und das ist angesichts des aktuellen Marktumfelds nicht selbst­verständlich. Den Erfolg verdanken wir dem Vertrauen unserer Kundinnen und Kunden. Wir verdanken ihn der Treue unserer Aktionäre. Und wir verdanken ihn der Freude und Bereitschaft unserer Mit­arbeitenden, jeden Tag das Beste für Swisscom zu geben. Ihnen möchten wir ganz besonders danken. Denn sie sind es, die mit ihren Ideen, Visionen und Erfindungen schon heute an Swisscom von morgen und übermorgen arbeiten. Ihre Leidenschaft für Swisscom und ihre Faszination für unsere Produkte sind es, die uns mit viel Zuversicht und Freude in die Zukunft blicken lassen.

Mit freundlichen Grüssen

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Hansueli Loosli

Präsident des Verwaltungsrats

Swisscom AG

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Urs Schaeppi

CEO Swisscom AG