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10 Personalvorsorge

Leistungsorientierte Vorsorgepläne

Swisscom führt für die Mitarbeitenden unterschiedliche Vorsorgepläne in der Schweiz und in Italien. 2016 hat der Aufwand für die leistungsorientierten Vorsorgepläne CHF 363 Millionen betragen (Vorjahr CHF 346 Millionen). Davon wurden CHF 338 Millionen (Vorjahr CHF 320 Millionen) im Personalaufwand und CHF 25 Millionen (Vorjahr CHF 26 Millionen) im Finanzaufwand erfasst.

comPlan

Die Mehrheit der Swisscom Mitarbeitenden in der Schweiz ist bei der autonomen Vorsorgeeinrichtung comPlan gegen die Risiken Alter, Tod und Invalidität versichert. Die Vorsorgeeinrichtung comPlan hat die Rechtsform einer Stiftung. Die Organisation, die Leistungen und das Finanzierungssystem sind in einem Reglement festgehalten. Das oberste Organ von comPlan ist der Stiftungsrat. Ihm obliegen die Gesamtführung der Vorsorgeeinrichtung und die Verantwortung für deren finanzielle Stabilität. Der Stiftungsrat setzt sich paritätisch zusammen aus Vertretern der Arbeitnehmer und des Arbeitgebers. Das Vorsorgereglement bildet zusammen mit den relevanten Gesetzen, Verordnungen und Weisungen des Bundesrats über die berufliche Vorsorge, insbesondere die darin enthaltenen Bestimmungen über die Finanzierung und über die Massnahmen zur Behebung von Unterdeckungen von Vorsorgeeinrichtungen, das für die Rechnungslegung und die versicherungsmathematischen Annahmen massgebende formale Regelungswerk des Vorsorgeplans.

Die Höhe der Leistungen von comPlan gehen weiter als das gesetzlich vorgeschriebene Minimum. Das ordentliche Pensionierungsalter ist 65 Jahre. Mitarbeitende haben frühestens nach dem vollendeten 58. Altersjahr das Recht auf eine vorzeitige Pensionierung, wobei der Umwandlungssatz entsprechend der längeren erwarteten Renten­bezugsdauer gekürzt wird. Mitarbeitende können ferner die gesamte oder einen Teil der Altersrente in Kapitalform beziehen. Die Höhe der ausbezahlten Rente ergibt sich aus dem Umwandlungssatz, der bei Pensionierungen auf das angesparte Altersguthaben des einzelnen Versicherten angewandt wird. Bei einer Pensionierung im Alter von 65 Jahren beträgt der Umwandlungssatz derzeit 6,11%. Das angesparte Altersguthaben ergibt sich aus den Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträgen, die auf das individuelle Sparkonto jedes einzelnen Versicherten einbezahlt worden sind, sowie aus den auf dem Altersguthaben gutgeschriebenen Zinsen. Der Zinssatz, mit dem die Altersguthaben verzinst werden, wird jedes Jahr vom Stiftungsrat festgesetzt. Die Finanzierung erfolgt über lohnabhängige Beiträge des Arbeitgebers und der Arbeitnehmer sowie den Erträgen des Planvermögens. Die Höhe der reglementarischen wieder­kehrenden Beiträge sind nach Altersgruppen gestaffelt und belaufen sich für den Arbeitgeber auf 8,35% bis 16,35% und für die Arbeitnehmer auf 5,5% bis 9,5% des versicherten Lohns. Bei Pensionierungen vor dem ordentlichen Pensionierungsalter finanziert der Arbeitgeber zusätzlich eine Überbrückungsrente bis zum ordentlichen Rücktrittsalter mit Gesamtkosten von höchstens CHF 80’100 pro Mitarbeiter. Die Höhe der Invalidenrenten im Verhältnis zum Lohn ist für alle versicherten Arbeitnehmer gleich ungeachtet der Dienstjahre.

Bei einer absehbaren Unterdeckung, bewertet nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften, legt der Stiftungsrat angemessene Massnahmen zum Beheben der Unterdeckung fest, die in einer angemessenen Frist zum Wiederherstellen des finanziellen Gleichgewichts führen. Die Mass­nahmen können im Erheben von Sanierungsbeiträgen, einer Minder- oder Nullverzinsung, dem Kürzen der versicherten Leistungen oder in einer Verbindung dieser Massnahmen bestehen. In der Regel müssen die Massnahmen zu einer Behebung der Unterdeckung in einer Frist von 5 bis 7 Jahren führen. Ist die laufende Finanzierung versicherungstechnisch nicht ausreichend und besteht als Folge davon eine strukturelle Finanzierungslücke, ist diese in erster Priorität durch Anpassung der Leistungen oder der wiederkehrenden Beiträge zu beheben. Sofern andere Massnahmen nicht zum Ziel führen, kann comPlan während der Dauer einer Unterdeckung vom Arbeitgeber und von den Arbeitnehmern Beiträge zur Behebung einer Unterdeckung erheben (Sanierungsbeiträge). Die Sanierungsbeiträge des Arbeitgebers müssen mindestens gleich hoch sein wie die Summe der Beiträge der Arbeitnehmer. Der Arbeitgeber hat gemäss dem formalen Regelungswerk keine rechtliche Verpflichtung zur Zahlung von zusätzlichen Beiträgen zur Behebung von mehr als 50% einer Unterdeckung oder einer strukturellen Finanzierungslücke. Aus der betriebsüblichen Praxis resultiert eine über die rechtliche Verpflichtung hinausgehende faktische Verpflichtung für Swisscom. Bei der versicherungsmathematischen Bewertung werden die rechtlichen und faktischen Verpflichtungen als Obergrenze des Arbeitgeberanteils an den Kosten der künftigen Leistungen im Sinne von IAS 19.87(c) betrachtet.

Der comPlan Stiftungsrat hat infolge des tiefen Zinsniveaus und der steigenden Lebenserwartung verschiedene Massnahmen zur Sicherstellung des finanziellen Gleichgewichts zwischen den Verpflichtungen und der Finanzierung der Leistungen beschlossen und im Oktober 2016 kommuniziert. Die Kernpunkte der Massnahmen beinhalten eine Senkung des Umwandlungssatzes von 6,11% auf 5,34% in monatlichen Schritten ab Juli 2017 bis September 2020 und eine Erhöhung der wiederkehrenden Sparbeiträge der Arbeitnehmer und des Arbeitgebers. Die reglementarischen wiederkehrenden Beiträge erhöhen sich für den Arbeitgeber auf 10,05% bis 16,65% und für die Arbeitnehmer auf 6,6% bis 10,6% des versicherten Lohns. Darüber hinaus werden den versicherten Mitarbeitenden mit Jahrgang 1969 und älter zur Abfederung der zukünftigen Rentenkürzungen Sondereinlagen auf den individuellen Altersguthaben über einen Zeitraum von maximal 5 Jahren gutgeschrieben. Swisscom trägt einen Anteil von CHF 50 Millionen an den Kosten der Sondereinlagen durch eine ausserordentliche Zahlung im Jahr 2017. Die restlichen Kosten von voraussichtlich rund CHF 250 Millionen werden mittels Verwendung freier Mittel von comPlan finanziert. Durch die Sondereinlagen wird das Ausmass der Rentenkürzungen für die berechtigten Mitarbeiter auf 6% begrenzt. Die verschiedenen Massnahmen führen zu einem nachzuverrechnenden Dienstzeit­aufwand von CHF 3 Millionen, welcher im vierten Quartal 2016 als Teil des Vorsorgeaufwands in der Erfolgsrechnung erfasst wurde. Grundlage ist eine Neubewertung der Nettoverpflichtung mit den bei Eintritt der Planänderung aktuellen Marktwerten des Vorsorgevermögens und den aktuellen versicherungsmathematischen Annahmen mit Berücksichtigung der Risk-Sharing-Eigenschaften. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand entspricht dem Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung mit den bisherigen reglementarischen Leistungen und Beiträgen sowie der Bewertung mit den geänderten reglementarischen Leistungen und Beiträgen. Ohne Berücksichtigung der Risk-Sharing-Eigenschaften wäre aus der Planänderung ein negativer nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand von CHF 546 Millionen angefallen.

Nach den für die Pensionskasse relevanten schweizerischen Rechnungslegungsvorschriften (Swiss GAAP FER) besteht eine Überdeckung von CHF 0,1 Milliarden, was einem Deckungsgrad von rund 101% entspricht (Vorjahr 108%). Die wesentlichen Gründe für die Differenz zur Bewertung nach IFRS sind die Verwendung unterschiedlicher versicherungs­mathematischer Annahmen wie Diskontsatz, Lebenserwartung oder Risk Sharing sowie eine unterschiedliche versicherungsmathematische Bewertungs­methode. Die Anlagekommission von comPlan ist das zentrale Steuerungs-, Koordinations- und Überwachungsorgan für die Vermögensbewirtschaftung. Das Vorsorgevermögen wird über mandatierte, unabhängige Finanzdienstleiter verwaltet. Die Überwachung wird von einem externen Anlage­controller unterstützt. Der Stiftungsrat bestimmt die Anlagestrategie und die taktischen Band­breiten im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen. Innerhalb seiner Vorgaben darf die Anlagekommission die Vermögenszuteilung vornehmen.

Übrige Pläne

Die übrigen Pläne beinhalten neben unterschiedlichen Tochtergesellschaften in der Schweiz, die nicht comPlan angeschlossen sind, den Vorsorgeplan für Fastweb Mitarbeitende. Die Mitarbeitenden der italienischen Tochtergesellschaft Fastweb haben bis Ende 2006 Ansprüche für künftige Vorsorgeleistungen erworben. Diese Ansprüche werden als leistungsorientierte Vorsorge­verpflichtung bilanziert.

Vorsorgeaufwand

Leistungsorientierte Vorsorgepläne

In Millionen CHF
 
comPlan
  Übrige
Pläne
 
2016
 
comPlan
  Übrige
Pläne
 
2015
Laufender Dienstzeitaufwand   322   8   330   305   13   318
Planänderungen   3     3     (3)   (3)
Verwaltungskosten   4   1   5   4   1   5
Total im Personalaufwand erfasst   329   9   338   309   11   320
Verzinsung der Nettoverpflichtung   25     25   25   1   26
Total im Finanzaufwand erfasst   25     25   25   1   26
Total Aufwand für leistungsorientierte Vorsorgepläne, in der Erfolgsrechnung erfasst   354   9   363   334   12   346

Zusätzlich ist im sonstigen Gesamtergebnis ein versicherungsmathematischer Gewinn von CHF 1’162 Millionen erfasst (Vorjahr Verlust CHF 393 Millionen), der sich wie folgt zusammensetzt:


In Millionen CHF
 
comPlan
  Übrige
Pläne
 
2016
 
comPlan
  Übrige
Pläne
 
2015
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus:                        
Änderung der demografischen Annahmen   102     102   (3)     (3)
Änderung der finanziellen Annahmen   (991)   2   (989)   171   2   173
Erfahrungsbedingte Anpassungen der Vorsorgeverpflichtung   36   (3)   33   85   (8)   77
Ertrag des Vorsorgevermögens ohne im Finanzergebnis erfassten Anteil   (308)     (308)   146     146
Total Aufwand (Ertrag) für leistungsorientierte Vorsorgepläne, im sonstigen Gesamtergebnis erfasst   (1’161)   (1)   (1’162)   399   (6)   393

Die Gewinne aus Änderung der finanziellen Annahmen von comPlan von CHF 991 Millionen ent­halten die Effekte aus der erstmaligen Berücksichtigung der Risk-Sharing-Eigenschaften in den finanziellen Annahmen von insgesamt CHF 856 Millionen.

Beitragsorientierte Vorsorgepläne

2016 hat der Aufwand für beitragsorientierte Vorsorgepläne CHF 9 Millionen betragen (Vorjahr CHF 9 Millionen).

Status der Vorsorgeeinrichtungen


In Millionen CHF
 
comPlan
  Übrige
Pläne
 
2016
 
comPlan
  Übrige
Pläne
 
2015
                         
Vorsorgeverpflichtung
Bestand am 1. Januar   12’183   117   12’300   11’406   294   11’700
Laufender Dienstzeitaufwand   322   8   330   305   13   318
Verzinsung der Vorsorgeverpflichtung   113   1   114   127   3   130
Arbeitnehmerbeiträge   178   2   180   169   6   175
Gezahlte Vorsorgeleistungen   (325)   (9)   (334)   (288)   (19)   (307)
Versicherungsmathematische Verluste (Gewinne)   (853)   (1)   (854)   253   (6)   247
Zugänge aus Unter­nehmens­zusammen­schlüssen     1   1     89   89
Abgänge aus Verkauf von Tochtergesellschaften         (37)   (1)   (38)
Planänderungen   3     3     (12)   (12)
Währungsumrechnung           (2)   (2)
Überführung Vorsorgeplan zu comPlan   14   (14)     248   (248)  
Bestand am 31. Dezember   11’635   105   11’740   12’183   117   12’300
           
                         
Vorsorgevermögen
Bestand am 1. Januar   9’307   74   9’381   9’026   242   9’268
Verzinsung des Vorsorgevermögens   88   1   89   102   2   104
Arbeitgeberbeiträge   268   3   271   256   9   265
Arbeitnehmerbeiträge   178   2   180   169   6   175
Gezahlte Vorsorgeleistungen   (325)   (9)   (334)   (288)   (19)   (307)
Ertrag (Aufwand) des Vorsorgevermögens ohne im Finanzergebnis erfassten Anteil   308     308   (146)     (146)
Zugänge aus Unter­nehmens­zusammen­schlüssen           59   59
Abgänge aus Verkauf von Tochtergesellschaften         (23)     (23)
Planänderungen           (9)   (9)
Verwaltungskosten   (4)   (1)   (5)   (4)   (1)   (5)
Überführung Vorsorgeplan zu comPlan   6   (6)     215   (215)  
Bestand am 31. Dezember   9’826   64   9’890   9’307   74   9’381
           
                         
Nettoverpflichtung
Bilanzierte Nettoverpflichtung am 31. Dezember   1’809   41   1’850   2’876   43   2’919

Die bilanzierten Vorsorgeverpflichtungen haben sich wie folgt entwickelt:


In Millionen CHF
 
comPlan
  Übrige
Pläne
 
2016
 
comPlan
  Übrige
Pläne
 
2015
Bestand am 1. Januar   2’876   43   2’919   2’380   52   2’432
Vorsorgeaufwand, netto   354   9   363   334   12   346
Arbeitgeberbeiträge und gezahlte Leistungen   (268)   (3)   (271)   (256)   (9)   (265)
Abgänge aus Verkauf von Tochtergesellschaften         (14)   (1)   (15)
Zugänge aus Unter­nehmens­zusammen­schlüssen     1   1     30   30
Aufwand (Ertrag) für leistungsorientierte Vorsorgepläne, im sonstigen Gesamtergebnis erfasst   (1’161)   (1)   (1’162)   399   (6)   393
Währungsumrechnung           (2)   (2)
Überführung Vorsorgeplan zu comPlan   8   (8)     33   (33)  
Bestand am 31. Dezember   1’809   41   1’850   2’876   43   2’919

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit des Barwerts der Vorsorgeverpflichtung beträgt unverändert zum Vorjahr 18 Jahre.

Aufteilung Vorsorgevermögen

comPlan

Die Aufteilung des Vorsorgevermögens von comPlan auf die unterschiedlichen Anlagekategorien und die Anlagestrategie ist nachfolgend dargestellt:

      31.12.2016   31.12.2015

Kategorie
  Anlage-
strategie
 
Kotiert
  Nicht
kotiert
 
Total
 
Kotiert
  Nicht
kotiert
 
Total
Staatsanleihen Schweiz   8,0%   2,3%   4,5%   6,8%   2,2%   7,4%   9,6%
Unternehmensanleihen Schweiz   6,0%   6,0%   0,0%   6,0%   7,8%   0,0%   7,8%
Staatsanleihen Welt Developed Markets   10,0%   8,4%   0,0%   8,4%   10,1%   0,0%   10,1%
Unternehmensanleihen Welt Developed Markets   9,0%   9,2%   0,0%   9,2%   9,0%   0,0%   9,0%
Staatsanleihen Welt Emerging Markets   7,0%   7,2%   0,0%   7,2%   6,5%   0,0%   6,5%
Private Debt   6,0%   0,0%   6,2%   6,2%   0,0%   4,9%   4,9%
Fremdkapitalinstrumente   46,0%   33,1%   10,7%   43,8%   35,6%   12,3%   47,9%
Aktien Schweiz   5,0%   5,2%   0,0%   5,2%   4,9%   0,0%   4,9%
Aktien Welt Developed Markets   12,0%   13,3%   0,0%   13,3%   11,0%   0,0%   11,0%
Aktien Welt Emerging Markets   8,0%   8,4%   0,0%   8,4%   7,4%   0,0%   7,4%
Eigenkapitalinstrumente   25,0%   26,9%   0,0%   26,9%   23,3%   0,0%   23,3%
Immobilien Schweiz   11,0%   7,5%   4,6%   12,1%   8,2%   3,6%   11,8%
Immobilien Welt   6,0%   3,7%   1,2%   4,9%   3,7%   0,0%   3,7%
Immobilien   17,0%   11,2%   5,8%   17,0%   11,9%   3,6%   15,5%
Commodities   4,0%   1,9%   2,0%   3,9%   1,7%   1,9%   3,6%
Private Markets   7,0%   0,0%   7,0%   7,0%   0,0%   6,1%   6,1%
Flüssige Mittel und übrige Anlagen   1,0%   0,0%   1,4%   1,4%   0,0%   3,6%   3,6%
Flüssige Mittel und alternative Anlagen   12,0%   1,9%   10,4%   12,3%   1,7%   11,6%   13,3%
Total Vorsorgevermögen   100,0%   73,1%   26,9%   100,0%   72,5%   27,5%   100,0%

Die Anlagestrategie bezweckt, im Rahmen der Risikofähigkeit die höchstmögliche Rendite und damit den langfristigen Ertrag zu erzielen, um die finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Dies erfolgt durch eine breite Diversifikation über unterschiedliche Anlagekategorien, Märkte, Währungen und Branchen in Developed Markets, aber auch in Emerging Markets. Die Zinsduration der verzinslichen Anlagen beträgt 5,52 Jahre (Vorjahr 5,77 Jahre), das durchschnittliche Rating dieser Anlagen liegt bei A–. Alle Währungspositionen werden im Gesamtportfolio anhand einer Währungsstrategie so weit gegen CHF abgesichert, dass die vorgegebene Quote von 94% (CHF oder CHF abgesichert) erreicht wird. Die nicht kotierten und damit eher illiquideren Anlagen machen einen Anteil von 26,8% am Gesamtvermögen aus. Aus dieser Anlagestrategie rechnet comPlan mit einem Zielwert der Wertschwankungsreserve von 17,3% (Basis Geschäftsjahr 2017).

Übrige Pläne

Die Anlagestrategie der übrigen Pläne bezweckt, im Rahmen der Risikofähigkeit die höchst­mögliche Rendite und damit den langfristigen Ertrag zu erzielen, um die finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Dies erfolgt durch eine breite Diversifikation über unterschiedliche Anlagekategorien, Märkte, Währungen und Branchen.

Zusatzinformationen zum Vorsorgevermögen

Das Vorsorgevermögen enthält am 31. Dezember 2016 Aktien und Anleihen der Swisscom AG zum beizulegenden Zeitwert von CHF 5 Millionen (Vorjahr CHF 5 Millionen). Der effektive Ertrag des Vorsorgevermögens hat 2016 CHF 397 Millionen betragen (Vorjahr CHF –42 Millionen).

Swisscom erwartet, 2017 an die Vorsorgeeinrichtungen Zahlungen für ordentliche Arbeitgeber­beiträge in Höhe von CHF 262 Millionen zu leisten (ohne Zahlungen für vorzeitige Pensionierungen und Planänderungen).

Annahmen zu versicherungsmathematischen Berechnungen

  2016   2015
Annahmen   comPlan   Übrige Pläne   comPlan   Übrige Pläne
Diskontierungszinssatz am 31. Dezember   0,64%   0,91%   0,94%   1,46%
Lohnentwicklung   1,08%   0,74%   1,75%   1,64%
Rentenerhöhungen        
Verzinsung der Sparguthaben   0,64%   1,03%   0,94%   1,34%
Arbeitnehmeranteil an Finanzierungslücke   40%      
Lebenserwartung im Alter 65 – Männer (Anzahl Jahre)   22,26   22,26   21,49   21,49
Lebenserwartung im Alter 65 – Frauen (Anzahl Jahre)   24,32   24,32   23,96   23,96

Der Diskontierungssatz basiert auf an der Schweizer Börse kotierten Unternehmensanleihen von in- und ausländischen Emittenten in Schweizer Franken mit Rating AA. Die Lohnentwicklung entspricht einem für Swisscom spezifischen, langjährigen historischen Durchschnittswert. Die Renten­erhöhung widerspiegelt das fehlende Potenzial der Stiftung comPlan. Die Verzinsung der Spar­guthaben wird dem Diskontierungssatz gleichgesetzt. Für die Annahme der Lebenserwartung wendet Swisscom bis 2015 die Generationentafeln BVG 2010 und ab 2016 die Generationentafeln BVG 2015 an.

Für die versicherungsmathematischen Berechnungen per 31. Dezember 2016 und der Auswirkungen der im vierten Quartal 2016 beschlossenen Planänderungen werden die im formalen Regelungswerk enthaltenen Risk-Sharing-Effekte in den finanziellen Annahmen in zwei Schritten berücksichtigt. Mit der impliziten Annahme einer zukünftigen Rendite in Höhe des Diskontsatzes sind die reglementarischen wiederkehrenden Beiträge nicht ausreichend für eine korrekte laufende Finanzierung der versprochenen reglementarischen Leistungen von comPlan. Es ergibt sich eine strukturelle Finanzierungslücke. Für die versicherungsmathematischen Berechnungen wird in einem ersten Schritt angenommen, dass der Stiftungsrat gemäss dem formalen Regelungswerk Massnahmen zur Behebung dieser Finanzierungslücke beschliessen wird. Als Massnahme wird angenommen, dass die zukünftigen Renten schrittweise über einen Zeitraum von 10 Jahren um 5,6% gesenkt werden. Diese Annahme basiert darauf, dass für die Bestimmung des Umwandlungssatzes im überobligatorischen Bereich der für die versicherungsmathematische Berechnung verwendete Diskontsatz von 0,64% und im obligatorischen Bereich der gesetzliche Umwandlungssatz von 6,8% angewandt wird. Auch nach Annahme einer zukünftigen Leistungskürzung bleibt eine strukturelle Finanzierungslücke, welche in einem zweiten Schritt rechnerisch auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilt wird. Die Annahme ist, dass die Verpflichtung des Arbeitgebers rechtlich und faktisch auf 60% der Finanzierungslücke begrenzt ist. Grundlagen dieser Annahmen bilden die rechtlichen Bestimmungen zur Behebung einer Unterdeckung sowie die konkreten Verhaltensweisen und Massnahmen sowohl des Arbeitgebers als auch des Stiftungsrats. Aus der Annahme der Leistungskürzung und der Begrenzung des Anteils an der Finanzierungslücke ergibt sich eine Verminderung der Vorsorgeverpflichtung um CHF 856 Millionen, die als Schätzungsänderung im sonstigen Gesamtergebnis erfasst wurde. Davon entfällt auf die im ersten Schritt angenommene Leistungskürzung CHF 145 Millionen. Der Effekt aus der Begrenzung der Verpflichtung des Arbeitgebers im zweiten Schritt beträgt CHF 711 Millionen. Für die versicherungsmathematische Berechnung per 31. Dezember 2015 wurden in den finanziellen Annahmen keine Risk-Sharing-Eigenschaften berücksichtigt. Das Schätzverfahren zur Festlegung der finanziellen Annahmen mit der Berücksichtigung der im formalen Regelungswerk enthaltenen Risk-Sharing-Eigenschaften wurde im Geschäftsjahr 2016 geändert, um ein realistischeres Bild der für das Unternehmen tatsächlich anfallenden Kosten des Vorsorgeplans darzustellen. Beim derzeitig tiefen Zinsniveau führt die Nichtberücksichtigung der Risk-Sharing-Eigenschaften zu einer verzerrten Darstellung der bilanzierten Nettoverpflichtung und zu unrealistisch hohen negativen nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwendungen bei Planänderungen.

Sensitivitätsanalyse comPlan

  Vorsorgeverpflichtung   Dienstzeitaufwand 1

In Millionen CHF
  Erhöhung
Annahme
  Verminderung
Annahme
  Erhöhung
Annahme
  Verminderung
Annahme
Diskontierungszinssatz (Veränderung +/–0,5%)   (574)   670   (40)   48
Lohnentwicklung (Veränderung +/–0,5%)   47   (45)   7   (7)
Rentenerhöhungen (Veränderung +0,5%; –0,0%)   547     30  
Verzinsung der Sparguthaben (Veränderung +/–0,5%)   25   (23)   8   (8)
Arbeitnehmeranteil an Finanzierungslücke (Veränderung +/–10%)   178   (178)    
Lebenserwartung im Alter 65 (Veränderung +/–0,5 Jahr)   128   (129)   5   (5)
1 Die Sensitivität bezieht sich auf den im Personalaufwand erfassten laufenden Dienstzeitaufwand.

Die Sensitivitätsanalyse berücksichtigt die Veränderung der Vorsorgeverpflichtung sowie des laufenden Dienstzeitaufwands bei Anpassung der versicherungsmathematischen Annahmen um jeweils einen halben Prozentpunkt beziehungsweise um ein halbes Jahr. Es wird dabei jeweils nur eine der Annahmen angepasst, die übrigen Parameter bleiben unverändert. Bei der Sensitivitätsanalyse hinsichtlich einer negativen Veränderung der Rentenerhöhungen ist keine Anpassung vorgenommen worden, da die Kürzung der Rentenleistungen nicht möglich ist.