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28 Rückstellungen


In Millionen CHF
 


Stellenabbau
 
Abbruch-
und Instand-
stellungskosten
  Regulatorische
und wettbewerbs-
rechtliche
Verfahren
 


Übrige
 


Total
Bestand am 31. Dezember 2014   29   646   106   146   927
Bildung Rückstellungen   70     208   23   301
Barwertanpassungen     35     2   37
Auflösung nicht beanspruchter Rückstellungen   (3)   (86)     (7)   (96)
Verwendung   (8)   (2)   (4)   (14)   (28)
Zugänge aus Unter­nehmens­zusammen­schlüssen         2   2
Abgänge aus Verkauf von Tochtergesellschaften         (2)   (2)
Währungsumrechnung         (2)   (2)
Bestand am 31. Dezember 2015   88   593   310   148   1’139
Bildung Rückstellungen   50   5   26   68   149
Barwertanpassungen     56     2   58
Auflösung nicht beanspruchter Rückstellungen   (30)   (105)     (11)   (146)
Verwendung   (29)   (7)   (186)   (16)   (238)
Bestand am 31. Dezember 2016   79   542   150   191   962
Davon kurzfristige Rückstellungen   74     10   98   182
Davon langfristige Rückstellungen   5   542   140   93   780

Rückstellungen für Stellenabbau

Im vierten Quartal 2016 hat Swisscom eine Rückstellung für Stellenabbau von CHF 50 Millionen erfasst. Swisscom AGiert in einem hart umkämpften Markt, der von fundamentalen Umwälzungen und hohem Wettbewerbs- und Preisdruck geprägt ist. Swisscom hat sich das Ziel gesetzt, die Kostenbasis von 2015 bis 2020 um über CHF 300 Millionen zu senken. Dies soll mit Organisationsanpassungen, Stellenreduktionen, Prozessoptimierungen und der Transformation auf All-IP-Technologie erreicht werden. So werden Mittel freigesetzt, um weiterhin in die Infrastruktur und neue Geschäftsfelder zu investieren und Chancen der Digitalisierung zu nutzen. Die geplanten Mass­nahmen haben zur Folge, dass in der Schweiz Stellen abgebaut werden und Mitarbeitende den Sozialplan beanspruchen werden.

Rückstellungen für Abbruch- und Instandstellungskosten

Die Rückstellungen für Abbruch- und Instandstellungskosten beziehen sich auf den Abbruch von Telekommunikationsanlagen und Sendestationen sowie die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands auf Grundstücken, die von Dritteigentümern gehalten werden. Die Rückstellungen werden auf Basis der künftig erwarteten Abbruchkosten bemessen und mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 1,18% diskontiert (Vorjahr 1,48%). Der Effekt aus der Verwendung unterschiedlicher Zinssätze hat CHF 47 Millionen (Vorjahr CHF 24 Millionen) betragen. 2016 wurde der Kostenindex für die Berechnung der Abbruchkosten gesenkt, was einen Effekt von CHF 103 Millionen hatte. 2016 sind Anpassungen als Folge von Neubeurteilungen in der Höhe von CHF 49 Millionen (Vorjahr CHF 55 Millionen) über die Sachanlagen und von CHF 4 Millionen (Vorjahr CHF 7 Millionen) erfolgswirksam erfasst worden. Die Zahlungen des langfristigen Teils der Rückstellung erfolgen wahrscheinlich nach 2020.

Die Höhe der Rückstellungen wird massgeblich durch die Schätzung der künftigen Kosten für Abbruch und Instandstellung sowie den Zeitpunkt des Abbruchs bestimmt. Eine Erhöhung der geschätzten Kosten um 10% hätte eine Erhöhung der Rückstellung um CHF 51 Millionen zur Folge. Die Verschiebung des Zeitpunkts des Abbruchs um zusätzliche zehn Jahre würde zu einer Reduktion der Rückstellung um CHF 74 Millionen führen.

Rückstellungen für regulatorische und wettbewerbsrechtliche Verfahren

Swisscom erbringt gemäss dem revidierten Fernmeldegesetz Interkonnektionsdienste und weitere Zugangsdienste für andere Anbieter von Fernmeldediensten in der Schweiz. In den vergangenen Jahren haben mehrere Anbieter von Fernmeldediensten bei der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom) die Senkung der ihnen von Swisscom in Rechnung gestellten Preise verlangt. Die Festlegung der Preise für die Zugangsdienste der Jahre 2013 bis 2016 ist noch ausstehend. Zudem führt die Wettbewerbskommission (Weko) gegen Swisscom unterschiedliche Verfahren. Bei einem Wettbewerbsverstoss kann die Weko gemäss Kartellgesetz eine Sanktion verhängen. Diese Sanktion ist abhängig von der Dauer und Schwere sowie der Art des Verstosses. Sie kann bis zu 10% des Umsatzes ausmachen, den das betreffende Unternehmen in den letzten drei Geschäftsjahren auf den relevanten Märkten in der Schweiz erzielt hat. Es wurden zivilrecht­liche Forderungen gegen Swisscom gestellt, die im Fall der rechtskräftigen Feststellung eines Marktmissbrauchs durchgesetzt werden könnten. Allfällige Zahlungen sind abhängig vom Zeitpunkt des Eintreffens der rechtskräftigen Verfügungen und Entscheide.

Die Weko hat Swisscom 2009 wegen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung bei ADSL-Diensten in der Zeit bis Ende 2007 mit einem Betrag von CHF 220 Millionen sanktioniert. Swisscom hat die Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht angefochten. Das Bundesverwaltungsgericht hat im September 2015 den Weko-Entscheid grundsätzlich bestätigt und die von der Weko gegen Swisscom verhängte Busse von CHF 220 Millionen auf CHF 186 Millionen reduziert. Als Folge des Entscheids erfasste Swisscom im dritten Quartal 2015 eine Rückstellung von CHF 186 Millionen. Swisscom hält die Sanktion für nicht gerechtfertigt und hat beim Bundesgericht Beschwerde eingelegt. Sie hat die Sanktion von CHF 186 Millionen Anfang 2016 bezahlt, da keine aufschiebende Wirkung gewährt worden ist.

Auf der Grundlage von rechtlichen Beurteilungen wurden im dritten und vierten Quartal 2015 Rückstellungen für regulatorische und wettbewerbsrechtliche Verfahren gebildet und aufgelöst, wobei dies aus verfahrenstechnischen Gründen netto dargestellt werden.

Übrige Rückstellungen

Die übrigen Rückstellungen enthalten vor allem Rückstellungen für Umwelt-, Vertrags- und Steuerrisiken. Die Zahlungen des langfristigen Anteils der Rückstellungen erfolgen wahrscheinlich in den Jahren 2017 bis 2018.