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Entwicklung der Segmente


In Millionen CHF
  2. Quartal
2017
  2. Quartal
2016
 
Veränderung
  1. Halbjahr
2017
  1. Halbjahr
2016
 
Veränderung
                 
Nettoumsatz
Privatkunden   1’501   1’549   –3,1%   3’018   3’114   –3,1%
Enterprise Customers   626   631   –0,8%   1’238   1’273   –2,7%
Wholesale   215   247   –13,0%   421   464   –9,3%
IT, Network & Infrastructure   42   42     84   83   1,2%
Intersegment-Elimination   (143)   (177)   –19,2%   (274)   (337)   –18,7%
Swisscom Schweiz   2’241   2’292   –2,2%   4’487   4’597   –2,4%
Fastweb   511   483   5,8%   995   965   3,1%
Übrige operative Segmente   210   195   7,7%   397   365   8,8%
Group Headquarters   1   1     1   1  
Intersegment-Elimination   (104)   (87)   19,5%   (190)   (159)   19,5%
Nettoumsatz   2’859   2’884   –0,9%   5’690   5’769   –1,4%
                 
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)
Privatkunden   910   926   –1,7%   1’841   1’877   –1,9%
Enterprise Customers   215   209   2,9%   416   426   –2,3%
Wholesale   103   97   6,2%   207   188   10,1%
IT, Network & Infrastructure   (304)   (305)   –0,3%   (612)   (610)   0,3%
Swisscom Schweiz   924   927   –0,3%   1’852   1’881   –1,5%
Fastweb   279   223   25,1%   434   367   18,3%
Übrige operative Segmente   40   46   –13,0%   80   80  
Group Headquarters   (21)   (27)   –22,2%   (47)   (57)   –17,5%
Intersegment-Elimination   (8)   (6)   33,3%   (12)   (9)   33,3%
Überleitung Vorsorgeaufwand 1   (27)   (17)   58,8%   (47)   (35)   34,3%
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)   1’187   1’146   3,6%   2’260   2’227   1,5%
1 Im Betriebsergebnis der Segmente sind als Vorsorgeaufwand die ordentlichen Arbeitgeberbeiträge enthalten. Die Differenz zum Vorsorgeaufwand nach IAS 19 wird als Überleitungsposition ausgewiesen.

Die Segmentberichterstattung wurde 2017 an die Führungsstruktur angepasst. Die Bericht­erstattung erfolgt nach den drei operativen Geschäftsbereichen Swisscom Schweiz, Fastweb und Übrige operative Segmente sowie dem Bereich Group Headquarters. Swisscom Schweiz ist Marktführerin im Bereich Telekommunikation in der Schweiz und besteht aus den Kundensegmenten Privatkunden, Enterprise Customers und Wholesale sowie dem Bereich IT, Network & Infrastructure. Fastweb ist eines der grössten Breitband-Tele­kommunikations­unternehmen in Italien. Die Übrigen operativen Segmente beinhalten vor allem den Bereich Digital Business sowie die Swisscom Broadcast AG (Rundfunksendeanlagen) und die cablex AG (Netzbau und Unterhalt). Group Headquarters umfasst im Wesentlichen die Konzernbereiche.

Für die finanzielle Führung verrechnet das Segment IT, Network & Infrastructure keine Netzkosten und Group Headquarters keine Management Fees an andere Segmente. Die übrigen Leistungen zwischen den Segmenten werden zu Marktpreisen verrechnet. Die Netzkosten in der Schweiz werden über den Geschäftsbereich IT, Network & Infrastructure geplant, überwacht und gesteuert. Der Geschäftsbereich IT, Network & Infrastructure wird als Cost Center geführt. Deshalb werden dem Segment IT, Network & Infrastructure in der Segmentbericht­erstattung mit Ausnahme von Vermietung und Verwaltung von Gebäuden und Fahrzeugen keine Umsätze gutgeschrieben. Die Ergebnisse der Segmente Privatkunden, Enterprise Customers sowie Wholesale entsprechen einem Deckungs­beitrag vor Netzkosten.

Der Segmentaufwand umfasst den Material- und Dienstleistungsaufwand, Personalaufwand und übrigen Betriebs­aufwand abzüglich der aktivierten Eigenleistungen und übrigen Erträge. Der Segmentaufwand enthält als Vorsorgeaufwand die ordentlichen Arbeitgeberbeiträge. Die Differenz zwischen den ordentlichen Arbeitgeberbeiträgen und dem Vorsorgeaufwand nach IAS 19 wird als Überleitungsposition zwischen den Betriebsergebnissen der Segmente und dem Betriebsergebnis des Konzerns ausgewiesen.

Swisscom Schweiz


In Millionen CHF bzw. wie angemerkt
  2. Quartal
2017
  2. Quartal
2016
 
Veränderung
  1. Halbjahr
2017
  1. Halbjahr
2016
 
Veränderung
                 
Nettoumsatz und Ergebnis
Telekomdienste   1’621   1’660   –2,3%   3’253   3’329   –2,3%
Lösungsgeschäft   271   269   0,7%   532   537   –0,9%
Handelswaren   145   144   0,7%   292   301   –3,0%
Wholesale   135   148   –8,8%   273   287   –4,9%
Übrige Umsätze   50   50     99   102   –2,9%
Umsatz mit externen Kunden   2’222   2’271   –2,2%   4’449   4’556   –2,3%
Umsatz mit anderen Segmenten   19   21   –9,5%   38   41   –7,3%
Nettoumsatz   2’241   2’292   –2,2%   4’487   4’597   –2,4%
Direkte Kosten   (436)   (483)   –9,7%   (876)   (950)   –7,8%
Indirekte Kosten   (881)   (882)   –0,1%   (1’759)   (1’766)   –0,4%
Segmentaufwand   (1’317)   (1’365)   –3,5%   (2’635)   (2’716)   –3,0%
Segmentergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)   924   927   –0,3%   1’852   1’881   –1,5%
Marge in % Nettoumsatz   41,2   40,4       41,3   40,9    
Abschreibungen und Wertminderungen   (379)   (371)   2,2%   (746)   (734)   1,6%
Segmentergebnis   545   556   –2,0%   1’106   1’147   –3,6%
                   
Operationelle Daten am Bilanzstichtag in Tausend
Festnetztelefonie­anschlüsse               2’208   2’518   –12,3%
Breit­band­anschlüsse               1’989   1’978   0,6%
Swisscom TV-Anschlüsse               1’447   1’351   7,1%
Mobilfunkanschlüsse               6’589   6’623   –0,5%
Umsatz generierende Einheiten (RGU)               12’233   12’470   –1,9%
Bündelverträge               1’784   1’515   17,8%
Entbündelte Teilnehmeranschlüsse               116   125   –7,2%
Breit­band­anschlüsse Wholesale               402   342   17,5%
                 
Investitionen und Personalbestand
Investitionen in Sachanlagen und übrige immaterielle Vermögenswerte   362   448   –19,2%   719   872   –17,5%
Personalbestand am Bilanzstichtag in Vollzeitstellen               15’420   16’221   –4,9%

Der Nettoumsatz von Swisscom Schweiz sank als Folge des intensiven Wettbewerbs und der Substitution in der Festnetztelefonie um CHF 110 Millionen oder 2,4% auf CHF 4’487 Millionen (–2,2% im zweiten Quartal). Vom Rückgang entfallen CHF 67 Millionen (–2,2%) auf den Bereich Privat­kunden, CHF 27 Millionen (–2,2%) auf das Segment Enterprise Customers und CHF 14 Millionen (–4,9%) auf das Segment Wholesale. Die Tendenzen von 2016 setzten sich, wie erwartet, im zweiten Halbjahr 2017 fort. Der Umsatz mit Telekomdiensten sank um CHF 76 Millionen oder 2,3% auf CHF 3’253 Millionen (–2,3% im zweiten Quartal), wobei rund die Hälfte des Rückgangs auf den rückläufigen Teilnehmerbestand in der Festnetztelefonie zurückzuführen ist. Deren Anzahl nahm innert Jahresfrist um 12,3% auf 2,2 Millionen ab, im zweiten Quartal 2017 um 3,9%. Die andere Hälfte der Abnahme ergibt sich aus Preissenkungen, inklusive Roaming, und aus einem Rückgang bei Enterprise Customers. Zudem nahm bei Enterprise Customers der Umsatz aus dem Lösungs­geschäft um CHF 5 Millionen oder 0,9% auf CHF 532 Millionen ab (+0,7% im zweiten Quartal). Bei Wholesale wurden tiefere Erlöse als Folge der Senkung der Tarife für die Terminierung auf Mobilfunknetze durch die höheren Inbound Roaming Volumen teilweise kompensiert.

Die Teilnehmerentwicklung im Mobilfunk blieb im gesättigten Markt weiterhin flach. Im Jahres­vergleich sank die Zahl der Mobilfunkanschlüsse um 34’000 oder 0,5% auf 6,59 Millionen (–0,2% im zweiten Quartal). Bei den Postpaid-Angeboten ist Swisscom leicht gewachsen (+1,3%), die Anzahl Prepaid-Kunden ging zurück (–4,5%). Die Zahl der Breit­band­anschlüsse stieg innert Jahresfrist um 11’000 oder 0,6% auf 1,99 Millionen (+1’000 im zweiten Quartal). Der Bestand an TV-Anschlüssen erhöhte sich um 96’000 oder 7,1% auf 1,45 Millionen (+9’000 im zweiten Quartal). Im April 2017 hat Swisscom ihre Preispläne mit inOne radikal vereinfacht. inOne bietet Internet, TV, Telefon und Mobile in einem Paket, das sich Kundinnen und Kunden ganz individuell zusammenstellen können. Per Ende Juni 2017 und damit nur drei Monate nach der Einführung haben sich bereits über 450’000 Kunden mit mehr als 920’000 Anschlüssen für inOne entschieden und so die Nachfrage nach Bündelangeboten weiter gestärkt. Ende Juni 2017 nutzten 1,78 Millionen Kunden ein Bündel­angebot, was einem Anstieg innert Jahres­frist um 17,8% entspricht. Der Umsatz mit Bündel­verträgen stieg gegenüber dem Vorjahr um CHF 157 Millionen oder 12,9% auf CHF 1’370 Millionen.

Der Segmentaufwand hat um CHF 81 Millionen oder 3,0% auf CHF 2’635 Millionen abgenommen (–3,5% im zweiten Quartal). Dabei liegen sowohl die direkten wie auch die indirekten Kosten unter dem Vorjahr. Die Abnahme der direkten Kosten um CHF 74 Millionen oder 7,8% auf CHF 876 Mil­lionen ist auf die tieferen Tarife für die Terminierung auf Mobilfunknetze und auf tiefere Kosten für den Einkauf von Handelswaren zurück­zuführen (–9,7% im zweiten Quartal). Die indirekten Kosten nahmen um CHF 7 Millionen oder 0,4% auf CHF 1’759 Millionen ab (–0,1% im zweiten Quartal). Ohne Gewinne aus dem Verkauf von Liegenschaften im Vorjahr beträgt die Abnahme 1,2% und ist hauptsächlich auf den tieferen Personalbestand zurück­zuführen. Der Personalbestand reduzierte sich aufgrund von Effizienzmassnahmen innert Jahresfrist um 801 Vollzeitstellen oder 4,9% auf 15’420, wovon 456 Vollzeitstellen oder 2,9% im ersten Halbjahr 2017. Das Segmentergebnis vor Abschreibungen reduzierte sich um CHF 29 Millionen oder 1,5% auf CHF 1’852 Millionen. Ein Grossteil des Umsatzrückgangs konnte durch aktives Kostenmanagement kompensiert werden. Ohne Gewinne aus dem Verkauf von Liegenschaften im Vorjahr beträgt der Rückgang 0,8%. Die Investitionen sanken als Folge verzögerter Investitionen um CHF 153 Millionen oder 17,5% auf CHF 719 Millionen.

Fastweb


In Millionen EUR bzw. wie angemerkt
  2. Quartal
2017
  2. Quartal
2016
 
Veränderung
  1. Halbjahr
2017
  1. Halbjahr
2016
 
Veränderung
Privatkunden   238   227   4,8%   470   450   4,4%
Geschäftskunden   173   177   –2,3%   341   348   –2,0%
Wholesale   57   35   62,9%   108   79   36,7%
Umsatz mit externen Kunden   468   439   6,6%   919   877   4,8%
Umsatz mit anderen Segmenten   2   2     4   4  
Nettoumsatz   470   441   6,6%   923   881   4,8%
Segmentaufwand   (212)   (237)   –10,5%   (520)   (546)   –4,8%
Segmentergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)   258   204   26,5%   403   335   20,3%
Marge in % Nettoumsatz   54,9   46,3       43,7   38,0    
   
Investitionen in Sachanlagen und übrige immaterielle Vermögenswerte   147   132   11,4%   302   286   5,6%
Personalbestand am Bilanzstichtag in Vollzeitstellen               2’494   2’422   3,0%
Breit­band­anschlüsse in Tausend               2’411   2’257   6,8%
Mobilfunkanschüsse in Tausend               880   606   45,2%

Der Nettoumsatz von Fastweb hat gegenüber dem Vorjahr um EUR 42 Millionen oder 4,8% auf EUR 923 Millionen (+6,6% im zweiten Quartal) zugenommen. Die Kundenbasis im Breitband­geschäft wuchs innert Jahresfrist trotz einem schwierigen Marktumfeld um 154’000 oder 6,8% auf 2,4 Millionen (+11’000 im zweiten Quartal). Auch im Mobilfunk wächst Fastweb. Die Anzahl Mobilfunkanschlüsse stieg innerhalb von zwölf Monaten um 274’000 oder 45,2% auf 880’000 (+117’000 im zweiten Quartal) aufgrund der Einführung neuer attraktiver Mobilfunkangebote. Der durchschnittliche Umsatz pro Breitbandkunde im Bereich Privatkunden sank als Folge des intensiven Wettbewerbs gegenüber dem Vorjahr um knapp 4%. Dieser Rückgang wurde durch das Kundenwachstum überkompensiert. Entsprechend stieg der Umsatz mit Privatkunden gegenüber dem Vorjahr um EUR 20 Millionen oder 4,4% auf EUR 470 Millionen (+4,8% im zweiten Quartal). Im Markt für Geschäftskunden konnte Fastweb die starke Stellung trotz des hohen Wettbewerbsdrucks behaupten. Der Umsatz mit Geschäftskunden sank um EUR 7 Millionen oder 2,0% auf EUR 341 Millionen (–2,3% im zweiten Quartal). Der Umsatz im Whole­sale-Geschäft nahm aufgrund einer Kooperationsvereinbarung mit Telecom Italia in Zusammenhang mit dem Ausbau der Ultrabreitbandnetze um EUR 29 Millionen oder 36,7% auf EUR 108 Millionen zu.

Das Segmentergebnis vor Abschreibungen betrug EUR 403 Millionen, was einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr um EUR 68 Millionen oder 20,3% (+26,5% im zweiten Quartal) entspricht. Darin enthalten sind Einmalerträge aus Rechtsstreitigkeiten in Höhe von EUR 95 Millionen (Vorjahr EUR 55 Millionen). Bereinigt um diese Effekte erhöhte sich der EBITDA um EUR 28 Millionen oder 10,0% (+9,4% im zweiten Quartal). Dieser Anstieg resultierte vor allem aus dem höheren Umsatz und aus verbesserten regulatorischen Bedingungen. Die bereinigte EBITDA-Marge stieg um 1,6 Prozentpunkte auf 33,4%. Die Investi­tionen nahmen um EUR 16 Millionen oder 5,6% auf EUR 302 Millionen zu, dies vor allem als Folge höherer kundengetriebener Investitionen. Der Ausbau des Breitbandnetzes in Italien wird wie geplant fortgesetzt. Das Verhältnis der Investitionen zum Netto­umsatz betrug 32,7% (Vorjahr 32,5%). Der Personalbestand von Fastweb stieg um 72 Vollzeitstellen oder 3,0% auf 2’494 Vollzeitstellen, dies unter anderem getrieben durch die Anstellung externer Mitarbeitender in den technischen Bereichen.

Übrige operative Segmente


In Millionen CHF bzw. wie angemerkt
  2. Quartal
2017
  2. Quartal
2016
 
Veränderung
  1. Halbjahr
2017
  1. Halbjahr
2016
 
Veränderung
Umsatz mit externen Kunden   129   131   –1,5%   251   251  
Umsatz mit anderen Segmenten   81   64   26,6%   146   114   28,1%
Nettoumsatz   210   195   7,7%   397   365   8,8%
Segmentaufwand   (170)   (149)   14,1%   (317)   (285)   11,2%
Segmentergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)   40   46   –13,0%   80   80  
Marge in % Nettoumsatz   19,0   23,6       20,2   21,9    
   
Investitionen in Sachanlagen und übrige immaterielle Vermögenswerte   13   10   30,0%   24   17   41,2%
Personalbestand am Bilanzstichtag in Vollzeitstellen               2’585   2’491   3,8%

Der Nettoumsatz der Übrigen operativen Segmente hat gegenüber dem Vorjahr um CHF 32 Millionen oder 8,8% auf CHF 397 Millionen (+7,7% im zweiten Quartal) zugenommen. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus höheren Umsätzen aus Bauleistungen von cablex mit Swisscom Schweiz. Das Segmentergebnis vor Abschreibungen lag mit CHF 80 Millionen auf dem Niveau des Vorjahres (–13,0% im zweiten Quartal). Dies entspricht einer Ergebnismarge von 20,2%. Der Personal­bestand nahm um 94 Vollzeitstellen auf 2’585 Vollzeitstellen zu, vor allem getrieben durch die Anstellung neuer Mitarbeitender bei cablex.

Group Headquarters und Überleitung Vorsorgeaufwand

Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um CHF 10 Mil­lionen oder 17,5% auf CHF –47 Millionen. Der Personalbestand nahm gegenüber dem Vorjahr um 10,7% auf 276 Vollzeitstellen ab.

In der Überleitung Vorsorgeaufwand nach IAS 19 ist im ersten Halbjahr 2017 ein Aufwand von CHF 47 Millionen erfasst (Vorjahr CHF 35 Millionen).