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Kreislaufwirtschaft

Swisscom nimmt als Weiterverkäuferin von Mobiltelefonen und als Anbieterin von Routern und TV-Boxen in der Wertschöpfungskette auf dem Schweizer Markt eine bedeutende Rolle ein. In diesem Sinne muss sie sich konstruktiv mit den Nachhaltigkeits­chancen der Kreislaufwirtschaft auseinandersetzen und ihre Marktstellung zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft nutzen. Dabei konzentriert sich Swisscom im Zusammenspiel mit den Privat- und Geschäftskunden auf die Verlängerung der Lebensdauer (Second Life) von Mobiltelefonen.

Swisscom Kunden können einen aktiven Beitrag an eine nachhaltige Lieferkette leisten. Indem sie die Second Life-Programme Mobile Bonus, Mobile Aid und den Repair Service nutzen, verlängern sie die Lebensdauer ihrer Endgeräte und entlasten so die Lieferkette. Zudem verringern sie die ökologischen und sozialen Risiken, da weniger Neugeräte angeschafft und hergestellt werden müssen.

Swisscom bietet ihren Kunden in jeder Situation das passende Second Life-Programm an. Passend zur Position in der Wertschöpfungskette setzen die Programme dort an, wo die grösste Einflussmöglichkeit besteht. Dies belegen die Erfolge der drei unterschiedlichen Programme. Die Herausforderung besteht darin, die Kunden in der richtigen Situation über die Programme zu informieren und sie für die Nutzung zu gewinnen.

Die Kreislaufwirtschaft erfordert eine ganzheitliche Betrachtungsweise, da ihre Umsetzung die Beschaffung, den Betrieb wie auch die Kunden umfasst. Daher sind mehrere Geschäftseinheiten von Swisscom für die Kreislaufwirtschaft verantwortlich, wobei die Steuerung und Koordination von einem gemeinsamen Arbeitskreis aus Group Business Steering (GBS) und Group Communications & Responsibility (GCR) übernommen wird.

DP_SDG_12_iconGoal 12 RESPONSIBLE CONSUMPTION AND PRODUCTION
  • Reparaturservice in Repair Centern: Jedes fünfte bei Swisscom gekaufte Mobiltelefon wird mindestens einmal während seiner Lebensdauer bei Swisscom repariert. Wird es beim Hersteller eingesandt, dauert die Reparatur im Schnitt neun Tage. Genau hier setzen die neuen Swisscom Repair Center an. Beschädigte Mobiltelefone können direkt im Swisscom Shop vor Ort und innerhalb von 24 Stunden repariert werden – bzw. mit dem kostenpflichtigen Express­service sogar innerhalb von nur drei Stunden. 14% aller Kunden nutzen diesen Express­service. Die Hersteller­garantie der Geräte bleibt dank der zertifizierten Spezialisten und der Verwendung von Originalteilen bestehen. Am häufigsten fallen Display­reparaturen sowie Akku- und Software­probleme an. 2018 hat Swisscom insgesamt neun Repair Center unterhalten, und zwar an den Standorten Zürich, Winter­thur, Lausanne, Luzern, Genf, Bern, Basel, Freiburg und St. Gallen. Gesamthaft führt Swisscom jährlich gegen 140’000 Reparaturen durch, wovon bereits ein Viertel auf die neun Repair Center entfällt.
  • Recycling von Endgeräten: Swisscom gewährt per Gesetz auf alle Endgeräte wie Telefone, Modems, Mobilfunktelefone oder Mobile-Unlimited-USB-Modems eine Zweijahresgarantie. Zudem nimmt sie alle Elektronikgeräte zurück, die aus ihrem Sortiment stammen, und verwendet Router nach Möglichkeit wieder.
Siehe unter www.swico.ch
  • Das Recycling erfolgt in Zusammenarbeit mit SWICO-Recycling, der für das Recycling zuständigen Kommission des Schweizerischen Wirtschafts­verbands der Informations-, Kommunikations- und Organisationstechnik. Es wird durch eine vorgezogene Recyclinggebühr ermöglicht. Eine Statistik zum Recycling ist bei SWICO erhältlich.
Siehe unter www.swisscom.ch/mobileaid
  • Swisscom Mobile Aid: 2018 hat Swisscom rund 87’000 Mobilfunkgeräte zurückgenommen. Die Rücklaufquote von gebrauchten Mobilfunkgeräten stieg im Vergleich zum Vorjahr und betrug 9,9% (Vorjahr 8,0%). Swisscom konnte circa 30% der Geräte über ein Drittunternehmen an Länder verkaufen, wo Bedarf an günstigen Gebrauchtgeräten herrscht. Der Erlös kam der Sozialfirma Réalise und dem Hilfswerk SOS-Kinderdorf Schweiz zugute. Die Sichtung und Sortierung der gesammelten Geräte übernimmt die Sozialfirma Réalise in Genf. Sie trennt die funktionierenden von den defekten Geräten, löscht bei den funktionierenden Geräten die Daten und bereitet die Geräte für den Weiterverkauf vor. Geräte, die sich nicht mehr verkaufen lassen, werden fachgerecht über ein SWICO-lizenziertes Unternehmen rezykliert. Die ersten Arbeitsstufen erledigt dabei das Recyclingunternehmen Solenthaler Recycling AG gemeinsam mit der Dock Gruppe AG. Die Dock Gruppe AG hilft Langzeitarbeitslosen, wieder in den Arbeitsprozess zurückzufinden.
  • Swisscom Mobile Bonus: Im Jahr 2018 hat Swisscom das Programm Swisscom Mobile Bonus fortgeführt. Kunden wie Nichtkunden können ihre gebrauchten Geräte online oder in den Swisscom Shops zu Marktpreisen zurück­kaufen lassen. Mobile Bonus erhöht die Rücknahmequote. Geschäftskunden steht das Programm Mobile Bonus Business zur Verfügung.
  • Verpackung Endgeräte: Swisscom versendet TV- und Internet-Boxen weiterhin als Paketpost. Sie hat die Verpackung angepasst und beim Verpackungsmaterial von Primärfasern auf Recyclingmaterial umgestellt. Dies spart gemäss Herstellerangaben bei der Herstellung bis zu 60% der Energie sowie bis zu 70% Wasser und reduziert die CO2-Emissionen und Abfallmenge. Inzwischen setzt Swisscom auf ein dekoratives Design der Ver­packung, dass ihren Kunden einen Mehrwert bietet: Die Verpackung lässt sich als attraktive Geschenk- oder Aufbewahrungsbox nutzen und wird so sinnvoll weiterverwendet.