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Zusammenfassung

Der Nettoumsatz von Swisscom ist um 2,4% oder CHF 66 Mio. auf CHF 2’803 Mio. gestiegen, das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) hat um 1,2% oder CHF 13 Mio. auf CHF 1’124 Mio. zugenommen. Die Auswirkungen von Covid-19 auf die finanziellen Ergebnisse des ersten Quartals 2021 sind insgesamt gering. Der konsolidierte Reingewinn von CHF 638 Mio. liegt aufgrund von Sondereffekten im Finanzergebnis deutlich über dem Vorjahr (+61,9% oder CHF 244 Mio.). Hauptgrund ist eine Beteiligung, die Fastweb im Rahmen der strategischen Partnerschaft mit TIM als Kapitaleinlage in das neu gegründete Glasfasernetz-Unternehmen FiberCop übertrug. Dies führte zu einer ergebniswirksamen Aufwertung der Beteiligung von CHF 169 Mio. Zudem realisierte Swisscom aus dem Verkauf der Beteiligung an der Belgacom International Carrier Services einen Gewinn von CHF 38 Mio. Der finanzielle Ausblick für das Geschäftsjahr 2021 wurde für den Nettoumsatz und den EBITDA erhöht, für die Investitionen wurde dieser reduziert.

Im Schweizer Kerngeschäft erhöhte sich der Nettoumsatz leicht um 0,7% oder CHF 15 Mio. auf CHF 2’080 Mio. Der Anstieg resultiert aus einer Zunahme beim Absatz von Smartphones. Jedoch führte der anhaltende Wettbewerbs- und Preisdruck weiterhin zu einem Umsatzrückgang bei den Telekomdiensten. Der Umsatz der italienischen Tochtergesellschaft Fastweb nahm um 7,0% oder EUR 38 Mio. auf EUR 581 Mio. zu, alle Kundensegmente verzeichneten ein Umsatzwachstum. Im Breitbandgeschäft stieg der Kunden­bestand von Fastweb innert Jahresfrist um 4,0% auf 2,8 Mio., im Mobilfunk um 16,1% auf 2,1 Mio. Im Schweizer Kerngeschäft resultierte beim EBITDA eine Zunahme um 0,8% oder CHF 7 Mio. auf CHF 916 Mio. Der Umsatzrückgang bei den Telekomdiensten und die höheren Kosten für die Kundengewinnung und -bindung konnten dank den laufenden Kostensparmassnahmen aufgefangen werden. Bei Fastweb stieg der EBITDA in Lokalwährung als Folge des Umsatzwachstums um 5,3% oder EUR 9 Mio. auf EUR 179 Mio.

Die Investitionen von Swisscom nahmen um 4,7% oder CHF 24 Mio. auf CHF 540 Mio. zu. In der Schweiz stiegen die Investitionen leicht um 1,1% oder CHF 4 Mio. auf CHF 371 Mio. Die Investitionen in die Breitbandnetze erhöhten sich, die Investitionen in die übrige Infrastruktur gingen zurück. Fastweb verzeichnete einen Anstieg der Investitionen als Folge höherer kundengetriebener Investitionen und höherer Investitionen für den Ausbau des Mobilfunknetzes um 11,6% oder EUR 16 Mio. auf EUR 154 Mio.

Der Operating Free Cash Flow Proxy sank um 2,1% oder CHF 11 Mio. auf CHF 509 Mio., was auf die höheren Investitionen zurückzuführen ist. Die Nettoverschuldung reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 10,7% oder CHF 703 Mio. auf CHF 5’849 Mio. Die Zahl der Mitarbeitenden von Swisscom blieb mit 19’077 Vollzeitstellen nahezu stabil (–0,2%). In der Schweiz sank der Personal­bestand um 2,3% oder 382 Vollzeitstellen auf 15’975 Vollzeitstellen.

Der finanzielle Ausblick für das Geschäftsjahr 2021 wurde gegenüber der Jahresabschlussberichterstattung vom 4. Februar 2021 aufgrund der laufenden Ge­schäfts­ent­wick­lung und des höheren angenommenen EUR-Wechselkurses sowie der Glasfaser-Partnerschaft mit Salt angepasst. Swisscom erwartet neu einen Nettoumsatz von rund CHF 11,3 Mrd., einen EBITDA von CHF 4,3 Mrd. bis CHF 4,4 Mrd. sowie Investitionen von CHF 2,2 Mrd. bis CHF 2,3 Mrd. Entwickelt sich das Geschäft wie geplant, so beabsichtigt Swisscom, der Generalversammlung 2022 für das Geschäftsjahr 2021 eine unveränderte Dividende von CHF 22 pro Aktie vorzuschlagen.