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Entwicklung der Segmente

In Mio. CHF   31.03.2022   31.03.2021   Veränderung
             
Nettoumsatz 1
Residential Customers   1’131   1’137   –0,5%
Business Customers   791   771   2,6%
Wholesale   147   171   –14,0%
Infrastructure & Support Functions   18   19   –5,3%
Intersegment-Elimination   (17)   (18)   –5,6%
Swisscom Schweiz   2’070   2’080   –0,5%
Fastweb   615   634   –3,0%
Übrige operative Segmente   241   240   0,4%
Intersegment-Elimination   (158)   (151)   4,6%
Umsatz mit externen Kunden   2’768   2’803   –1,2%
             
Operatives Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) 1
Residential Customers   745   728   2,3%
Business Customers   353   360   –1,9%
Wholesale   81   89   –9,0%
Infrastructure & Support Functions   (249)   (261)   –4,6%
Swisscom Schweiz   930   916   1,5%
Fastweb   191   195   –2,1%
Übrige operative Segmente   42   34   23,5%
Überleitung Vorsorgeaufwand 2   (15)   (13)   15,4%
Intersegment-Elimination   (11)   (8)   37,5%
Operatives Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)   1’137   1’124   1,2%
1 Swisscom hat per 1. Januar 2022 Anpassungen in der finanziellen Führung vorgenommen und die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst. Weitere Informationen siehe Erläuterung 2 im Anhang zum Zwischenabschluss.
2 Im operativen Ergebnis der Segmente sind als Vorsorgeaufwand die ordentlichen Arbeitgeberbeiträge enthalten. Die Differenz zum Vorsorgeaufwand nach IAS 19 wird als Überleitungsposition ausgewiesen.

Die Berichterstattung erfolgt nach den operativen Geschäftsbereichen Swisscom Schweiz und Fastweb. Die weiteren Geschäftsbereiche werden im Sammelsegment Übrige operative Segmente zusammengefasst. Swisscom Schweiz besteht aus den Kundensegmenten Residential Customers, Business Customers und Wholesale sowie dem Bereich Infrastructure & Support Functions. Fastweb ist eine Tele­kommuni­kations­anbieterin für Privat- und Geschäftskunden in Italien. Die Übrigen operativen Segmente beinhalten vor allem den Bereich Digital Business sowie die Swisscom Broadcast AG (Rundfunksendeanlagen) und die cablex AG (Netzbau und Unterhalt).

Für ihre Leistungen verrechnet der Geschäftsbereich Infrastructure & Support Functions keine Netzkosten und keine Management Fees an andere Segmente. Die übrigen Leistungen zwischen den Segmenten werden zu Marktpreisen verrechnet. Die Netzkosten in der Schweiz werden über das Segment Infrastructure & Support Functions geplant, überwacht und gesteuert. Dieser Geschäftsbereich wird als Cost Center geführt. Deshalb werden dem Segment Infrastructure & Support Functions in der Segmentberichterstattung mit Ausnahme von Vermietung und Verwaltung von Gebäuden und Fahrzeugen keine Umsätze gutgeschrieben. Die Ergebnisse der Segmente Residential Customers, Business Customers sowie Wholesale entsprechen einem Deckungsbeitrag vor Netzkosten.

Swisscom Schweiz

In Mio. CHF bzw. wie angemerkt   31.03.2022   31.03.2021   Veränderung
             
Nettoumsatz und Ergebnis            
Telekomdienste   1’365   1’390   –1,8%
Lösungsgeschäft   297   273   8,8%
Handelswaren   214   211   1,4%
Wholesale   144   169   –14,8%
Übrige Umsätze   35   24   45,8%
Umsatz mit externen Kunden   2’055   2’067   –0,6%
Umsatz mit anderen Segmenten   15   13   15,4%
Nettoumsatz   2’070   2’080   –0,5%
Direkte Kosten   (434)   (447)   –2,9%
Indirekte Kosten   (706)   (717)   –1,5%
Segmentaufwand   (1’140)   (1’164)   –2,1%
Segmentergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)   930   916   1,5%
Marge in % Nettoumsatz   44,9   44,0    
Leasingaufwand   (56)   (58)   –3,4%
Abschreibungen   (368)   (374)   –1,6%
Segmentergebnis   506   484   4,5%
             
Operating Free Cash Flow Proxy            
Segmentergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)   930   916   1,5%
Leasingaufwand   (56)   (58)   –3,4%
EBITDA nach Leasingaufwand (EBITDA AL)   874   858   1,9%
Investitionen   (364)   (371)   –1,9%
Operating Free Cash Flow Proxy   510   487   4,7%
             
Operationelle Daten in Tsd. und Personalbestand in Vollzeitstellen            
Festnetztelefonie­anschlüsse   1’399   1’491   –6,2%
Breitbandanschlüssse Retail   2’030   2’028   0,1%
TV-Anschlüsse   1’586   1’581   0,3%
Mobilfunkanschlüsse   6’151   6’177   –0,4%
Umsatz generierende Einheiten (RGU)   11’166   11’277   –1,0%
Anschlüsse Wholesale   703   677   3,8%
Personalbestand   12’999   12’830   1,3%

Der Nettoumsatz von Swisscom Schweiz hat um 0,5% oder CHF 10 Mio. auf CHF 2’070 Mio. abgenommen. Der anhaltende Wettbewerbs- und Preisdruck führte weiterhin zu einem Umsatzrückgang bei den Telekomdiensten. Dieser reduzierte sich um 1,8% oder CHF 25 Mio. auf CHF 1’365 Mio. Vom Rückgang entfallen CHF 4 Mio. (–0,4%) auf das Segment Residential Customers und CHF 21 Mio. (–5,0%) auf das Segment Business Customers. Hingegen stieg der Umsatz aus dem Lösungsgeschäft um 8,8% oder CHF 24 Mio. auf CHF 297 Mio. Ein Teil dieses Anstiegs ist auf die Akquisition der in der Deutschschweiz und im Fürstentum Liechtenstein tätigen Gesellschaften der MTF-Gruppe zurückzuführen. Der Rückgang beim Umsatz Wholesale resultiert zum einen auf einen Wegfall von Umsätzen, die von UPC nach der Übernahme von Sunrise nicht mehr nachgefragt werden, und zum anderen auf eine preisbedingte Abnahme der Inbound Roaming Erlöse. Beim Mobilfunk und den Festnetzdiensten bleibt die Marktsättigung und der Wettbewerbsdruck spürbar. Der Teilnehmerbestand im Mobilfunk sank gegenüber dem Vorjahr um 0,4% oder 26 Tsd. auf 6,15 Mio. Der Bestand der Postpaid-Anschlüsse ist gegenüber dem Vorjahr um 162 Tsd. gewachsen, bei den Prepaid-Anschlüssen reduzierte er sich um 188 Tsd. Die Anzahl Breit­band­anschlüsse blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu stabil bei 2,03 Mio. (+0,1%). Dennoch nimmt die Zahl der inOne-Kunden weiter zu. Ende März 2022 verzeichnete Swisscom im Segment Residential Customers 2,51 Mio. inOne-Kunden. In diesem Segment macht inOne 66% der Postpaid-Mobilfunkanschlüsse und 82% der Breit­band­anschlüsse aus. Auch der Bestand an TV-Anschlüssen blieb innert Jahresfrist nahezu stabil bei 1,59 Mio. (+0,3%). Die Anzahl Anschlüsse in der Festnetztelefonie sank innert Jahresfrist um 6,2% oder 92 Tsd. auf 1,40 Mio.

Der Segmentaufwand hat um 2,1% oder CHF 24 Mio. auf CHF 1’140 Mio. abgenommen. Die direkten Kosten sanken um 2,9% oder CHF 13 Mio. auf CHF 434 Mio. Nebst dem Rückgang bei den Kosten für die Kundenakquisition und Kundenbindung nahmen auch die Kosten für den Roaming Verkehr ab. Die indirekten Kosten reduzierten sich um 1,5% oder CHF 11 Mio. auf CHF 706 Mio. Die Kostenabnahme aus Effizienzsteigerungen wurden durch zusätzliche Kosten aus dem Zukauf von Gesellschaften der MTF-Gruppe teilweise kompensiert. Der Personal­bestand erhöhte sich aufgrund der Anstellung externer Mitarbeiter und der Akquisition von Gesellschaften der MTF-Gruppe innert Jahresfrist um 1,3% oder 169 Vollzeitstellen auf 12’999 Vollzeitstellen. Das Segmentergebnis vor Abschreibungen erhöhte sich um 1,5% oder CHF 14 Mio. auf CHF 930 Mio. Der Umsatzrückgang bei den Telekom­diensten konnte dank des Wachstums im Lösungsgeschäft und den laufenden Kostensparmassnahmen überkompensiert werden.

Die Investitionen sanken um 1,9% oder CHF 7 Mio. auf CHF 364 Mio. Die Investitionen für den Ausbau der Breitbandnetze nahmen ab, hingegen stiegen die Investitionen in die übrige Infrastruktur. Ende März 2022 sind in der Schweiz 90% aller Wohnungen und Geschäfte mit Ultrabreitband von mehr als 80 Mbit/s erschlossen. 74% aller Wohnungen und Geschäfte profitieren von schnellen Verbindungen mit mehr als 200 Mbit/s. Swisscom hat das Ziel, den Ausbau des Glasfasernetzes bis zu den Wohnungen und Geschäften (FTTH) mittels P2MP-Architektur (Punkt-zu-Multipunkt) in der Schweiz bis 2025 auf rund 60% zu verdoppeln. Die Wettbewerbskommission hat die Netzarchitektur infrage gestellt und im Dezember 2020 vorsorgliche Massnahmen verhängt, die das Bundesverwaltungsgericht 2021 bestätigt hat. Swisscom ist an einer raschen Lösung interessiert und führt dazu intensive Gespräche mit der Wettbewerbskommission.

Fastweb

In Mio. EUR bzw. wie angemerkt   31.03.2022   31.03.2021   Veränderung
             
Nettoumsatz und Ergebnis            
Privatkunden   285   286   –0,3%
Geschäftskunden   247   237   4,2%
Wholesale   62   56   10,7%
Umsatz mit externen Kunden   594   579   2,6%
Umsatz mit anderen Segmenten   1   2   –50,0%
Nettoumsatz   595   581   2,4%
Segmentaufwand   (410)   (402)   2,0%
Segmentergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)   185   179   3,4%
Marge in % Nettoumsatz   31,1   30,8    
Leasingaufwand   (14)   (14)   –%
Abschreibungen   (147)   (146)   0,7%
Segmentergebnis   24   19   26,3%
             
Operating Free Cash Flow Proxy            
Segmentergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)   185   179   3,4%
Leasingaufwand   (14)   (14)   –%
EBITDA nach Leasingaufwand (EBITDA AL)   171   165   3,6%
Investitionen   (157)   (154)   1,9%
Operating Free Cash Flow Proxy   14   11   27,3%
             
Operationelle Daten in Tsd. und Personalbestand in Vollzeitstellen            
Breit­band­anschlüsse Retail   2’731   2’765   –1,2%
Breit­band­anschlüsse Wholesale   363   153   137,3%
Mobilfunkanschlüsse   2’649   2’066   28,2%
Personalbestand   2’737   2’733   0,1%

Der Nettoumsatz von Fastweb ist gegenüber dem Vorjahr um 2,4% oder EUR 14 Mio. auf EUR 595 Mio. gestiegen. Der Wettbewerb hat sich weiter intensiviert. Die Kundenbasis im Breitbandgeschäft nahm innert Jahresfrist aufgrund des sehr herausfordernden Marktumfelds um 1,2% oder 34 Tsd. auf 2,73 Mio. ab. Hingegen erhöhte sich die Anzahl Mobilfunkanschlüsse innerhalb eines Jahres um 28,2% oder 583 Tsd. auf 2,65 Mio. Gebündelte Angebote spielen weiterhin eine wichtige Rolle. Vom Kundenbestand nutzen 39% ein Bündelangebot aus Festnetz und Mobilfunk. Der Umsatz mit Privatkunden sank als Folge des starken Wettbewerbsdrucks um 0,3% oder EUR 1 Mio. auf EUR 285 Mio. Der Umsatz mit Geschäftskunden stieg um 4,2% oder EUR 10 Mio. auf EUR 247 Mio. getrieben durch höhere Umsätze mit öffentlichen Verwaltungen. Der Umsatz im Wholesale-Geschäft nahm um 10,7% oder EUR 6 Mio. auf EUR 62 Mio. zu. Die Anzahl der Wholesale Breit­band­anschlüsse stieg gegenüber dem Vorjahr um 137,3% oder 210 Tsd. auf 363 Tsd.

Das Segmentergebnis vor Abschreibungen stieg als Folge des Umsatzwachstums um 3,4% oder EUR 6 Mio. auf EUR 185 Mio. Die Investitionen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 1,9% oder EUR 3 Mio. auf EUR 157 Mio. vor allem als Folge gestiegener Investitionen in die Netzinfrastrukturen. Der Personalbestand von Fastweb lag mit 2’737 Vollzeitstellen nahezu auf dem Niveau des Vorjahres.

Übrige operative Segmente

In Mio. CHF bzw. wie angemerkt   31.03.2022   31.03.2021   Veränderung
             
Nettoumsatz und Ergebnis            
Umsatz mit externen Kunden   100   104   –3,8%
Umsatz mit anderen Segmenten   141   136   3,7%
Nettoumsatz   241   240   0,4%
Segmentaufwand   (199)   (206)   –3,4%
Segmentergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)   42   34   23,5%
Marge in % Nettoumsatz   17,4   14,2    
Leasingaufwand   (3)   (3)   –%
Abschreibungen   (11)   (13)   –15,4%
Segmentergebnis   28   18   55,6%
     
Operating Free Cash Flow Proxy            
Segmentergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)   42   34   23,5%
Leasingaufwand   (3)   (3)   –%
EBITDA nach Leasingaufwand (EBITDA AL)   39   31   25,8%
Investitionen   (6)   (9)   –33,3%
Operating Free Cash Flow Proxy   33   22   50,0%
             
Personalbestand in Vollzeitstellen            
Personalbestand   3’273   3’514   –6,9%

Der Nettoumsatz der Übrigen operativen Segmente ist gegenüber dem Vorjahr mit CHF 241 Mio. (+0,4%) nahezu stabil geblieben. Das Segmentergebnis vor Abschreibungen stieg aufgrund tieferer Kosten um 23,5% oder CHF 8 Mio. auf CHF 42 Mio. Entsprechend erhöhte sich die Ergebnismarge auf 17,4% (Vorjahr 14,2%). Der Personalbestand nahm vor allem als Folge des Verkaufs der französischen Tochtergesellschaft local.fr um 6,9% oder 241 Vollzeitstellen auf 3’273 Vollzeitstellen ab.